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Laden zum Austausch ein: (v. l.) Renate Frommbeck (Projektmanagement Frau und Beruf GmbH, Garmisch-Partenkirchen), Elisabeth Merz (Projektmanagement Frau und Beruf GmbH, München), Maria Vogl (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Weilheim), Tina Pöhlandt (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Jobcenter Garmisch-Partenkirchen), Ulrike Leimig (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Garmisch-Partenkirchen) mit Jan-Ulrich Bittlinger (Wirtschaftsförderer Markt Murnau).

Aktionstag im Murnauer Innovationsquartier

Hilfe für den Wiedereinstieg

Das Innovationsquartier in Murnau ist bald Schauplatz eines Aktionstags. Dieser soll der Auftakt zu einem Dialog sein. Zwischen Menschen, die wieder zurück in den Beruf wollen, einerseits und Firmen andererseits.

Murnau – „Meine Chance auf dem Arbeitsmarkt der Region“: So lautet das Motto eines Aktionstags, zu dem die Frau und Beruf GmbH alle Frauen – und auch Männer – einlädt, die einen beruflichen Wiedereinstieg planen, sich beruflich neu orientieren oder weiterbilden wollen oder an eine Existenzgründung denken.

In Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Marktes Murnau, dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, der Agentur für Arbeit sowie dem Jobcenter findet die Veranstaltung am Freitag, 10. November, in den Räumen des Innovationsquartiers Murnau (IQ, James-Loeb-Straße 11, dritte Etage) statt. 25 Vertreter regionaler Unternehmen, Weiterbildungsinstitutionen sowie Beratungsstellen stehen ab 8.30 Uhr einen ganzen Vormittag für einen Austausch bereit und geben Tipps und Anregungen zur Karriereplanung. Erfolgreiche Wiedereinsteigerinnen erzählen, welche Schritte sie zurück in den Beruf gegangen sind. Auch Bewerbungsunterlagen können mitgebracht und kostenlos von Experten begutachtet werden.

„Es ist der Auftakt eines Dialoges: Für die, die wollen und die, die brauchen“, erklärt Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger im Pressegespräch. Das Forum ermöglicht einen Erfahrungsaustausch. Und zwar zwischen Unternehmen mit ihren bestimmten Erwartungen an passende Mitarbeiter, auch im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung, und Bewerbern, die aufgrund ihrer häuslichen Erfordernisse oft spezifische familienfreundliche Lösungen benötigen, wie Elisabeth Merz (Frau und Beruf GmbH) und die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Leimig darlegen.

Auch, wenn mit einer Arbeitslosenquote im Landkreis von unter drei Prozent von einem Bewerbermarkt gesprochen werden kann, gebe es eine große „stille Reserve“ an arbeitswilligen Personen, die nicht in der Statistik der Agentur für Arbeit aufgeführt sind: Menschen, die aus familiären Gründen dem Arbeitsmarkt ferngeblieben sind oder neuen Erfordernissen gegenüberstehen, zum Beispiel durch Trennung vom Partner. Die Fragen haben, wie Familie und Beruf zu vereinbaren sind, gerade als alleinerziehendes Elternteil oder wenn in der Familie noch ein Pflegefall zu betreuen ist. 

Maria Vogl von der Agentur für Arbeit Weilheim lädt Frauen – und Männer – aus der stillen Reserve ein, den ersten Schritt zu gehen: „Sie würden oft gerne etwas machen, wenn sie ein Ziel vor Augen hätten. Wir möchten ihnen Mut machen. Vielleicht finden wir gemeinsam einen Weg.“ Tina Pöhlandt vom Jobcenter Garmisch-Partenkirchen ergänzt: „Es sind alle Frauen angesprochen, die wieder einsteigen oder sich verändern wollen.“ Auch Fragen zur Teilzeitausbildung oder betrieblichen Einzelschulung können in Gesprächen geklärt werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen beantwortet Renate Frommbeck (Frau und Beruf GmbH) unter Telefon 01 51/ 52 58 44 36.

Das Programm:

8.30 Uhr Ankommen, 9 Uhr Begrüßung durch Bürgermeister Rolf Beuting, 9.15 Uhr Erfolgsgeschichten – Wiedereinsteigerinnen im Interview, 9.40 Uhr Unternehmensgespräch „Berufliche Zukunftschancen in digitalisierten Unternehmen“, 10.40 Uhr Infomarkt – Austausch und Netzwerken an Informationsständen, 12.30 Uhr Abschiedsgruß von Ulrike Leimig (Gleichstellungsstelle). Im Anschluss lädt Wirtschaftsförderer Bittlinger Interessierte zu einer Führung durch das Gebäude ein und zeigt auf, welche Möglichkeiten das IQ für Existenzgründer und zum Thema Digitalisierung bietet.

Birgit Schwarzenberger

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