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Der Standort: Die Wohnanlage mit drei Häusern (l.) soll nach aktuellem Stand erhalten bleiben, die Wiese rechts danaben bebaut werden; rechts ist das James-Loeb-Haus zu sehen.

Neubau-Projekt am Murnauer James-Loeb-Haus 

Bis zu 50 neue Wohnungen auf einen Streich

Das genossenschaftliche Wohnbauprojekt am James-Loeb-Haus in Murnau wird konkreter. Im Bauausschuss stellte eine Architektin vor, wie dieses aussehen könnte.

Murnau Die Sitzung des Murnauer Marktgemeinderats vom 23. März 2017 brachte wegweisende Entscheidungen. Das Gremium erteilte damals im Bezug auf die freie Filetfläche im Kemmelpark einem Forschungs- und Therapiezentrum den Zuschlag. Gleichzeitig beschlossen die Räte, dass am James-Loeb-Haus auf Gemeindegrund im Erbbaurecht bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Insbesondere soll dabei genossenschaftlicher Wohnungsbau berücksichtigt werden. Die Kommune holte in der Folge wegen der Planung verschiedene Angebote ein. Am Ende beauftragte man das Büro AKFU (Germering), das Areal städtebaulich zu analysieren und einen Rahmenplan auszuarbeiten.

Architektin Sandra Urbaniak stellte ihre Überlegungen jetzt in der Sitzung des Bauausschusses vor. Im Kern sehen diese so aus: Die vorhandenen drei Wohnhäuser südwestlich des ehemaligen Gemeinde-Krankenhauses könnten erhalten beziehungsweise aufgestockt werden. Von der Bausubstanz her sind sie nach Angaben von Marktbaumeister Klaus Tworek „in Ordnung“. Westlich davon könnte ein weiteres Gebäude entstehen. Für den Bereich nördlich der vorhandenen Wohnanlage schlug Urbaniak den Neubau von drei dreigeschossigen Immobilien vor. Diese könnten über die bestehende Zufahrt, die von Süden zum Haupteingang des James-Loeb-Hauses führt, erschlossen werden.

Für die Stellplätze ist eine Tiefgarage angedacht. Stefan Lechner (ÖDP/Bürgerforum) regte allerdings an, die vorhandene nach Norden zu verlängern. Urbaniak hielt das für denkbar: „Man kann prüfen, ob das eine Möglichkeit wäre.“ Darüber hinaus steht der Vorschlag im Raum, das ehemalige Leichenhaus abzubrechen und dort ebenfalls Wohnraum zu schaffen. Alles in allem könnten auf dem ganzen Areal rund 44 bis 50 Wohnungen entstehen. Die Grünfläche vor dem ehemaligen Hospital bliebe bei dieser Variante erhalten. „Das würde dem Gebäude und dem Grundstück gut tun“, betonte die Stadtplanerin.

Theoretisch wäre es aber möglich, auch diese Wiese mit Häusern zu bestücken. Weitere gut 20 Einheiten könnten auf dieser Fläche realisiert werden. Doch das war den Räten zu massiv. Das wäre „bedrückend“, fand etwa Vize-Bürgermeisterin Dr. Julia Stewens (Freie Wähler). Ansonsten gefiel ihr das Konzept „richtig gut“. Am Ende empfahl der Bauausschuss, auf Basis der Variante eins einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Verwaltung wird darüber hinaus beauftragt, einen Kriterienkatalog für die Vergabe der Flächen an einen oder mehrere genossenschaftliche Wohnbauträger zu erarbeiten.

Das letzte Wort hat am Donnerstag, 25. Januar, der Marktgemeinderat.

Roland Lory

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