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So sieht der Schädling aus: der Asiatische Laubholzbockkäfer.

Asiatischer Laubholzbockkäfer am alten Volksfestplatz

Rigoroser Kampf gegen Baumschädling

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Die Landesanstalt für Landwirtschaft geht in Murnau konsequent gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer vor. Am alten Volksfestplatz wurde ordentlich ausgeholzt, um eine Ausbreitung des Baumschädlings zu verhindern. Dennoch musste die Befallszone erweitert werden.

Murnau – Die Behörden nehmen das Problem mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) – der aus Asien eingeschleppte Schädling befällt bei uns gesunde Laubbäume – sehr ernst. Die Angst, die heimischen Wälder könnten in Mitleidenschaft gezogen werden, ist offenbar groß. In Murnau wurde im Herbst des vergangenen Jahres Alarm geschlagen. Woher die Tiere stammen, darüber kann nur spekuliert werden. Möglicherweise wurden sie mit Holzverpackungen wie Paletten importiert.

Ein- und Ausbohrlöcher sowie Eiablagen des Käfers wurden jedenfalls am alten Volksfestplatz entdeckt (wir berichteten). Die zuständige Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) legte dort eine Befallszone mit einem Durchmesser von gut 200 Metern fest – und schritt zur Tat. Im März und April wurden im großen Stil die Hauptrisiko-Pflanzen – dazu zählen aktuell 16 Gattungen – ab einer gewissen Größe ausgeholzt, um dem Käfer den Garaus zu machen. Neben etlichen Kleingehölzen wurden auch 26 Bäume gefällt. Davon betroffen war vor allem die Gattung Ahorn, aber etwa auch Hasel und Weide. Es handelte sich in erster Linie um Grundstücke der Gemeinde und der Bahn.

Eine Auswertung legte jetzt die LfL per Pressemitteilung vor. „Die LfL plant eine Informationsveranstaltung, bei der alle Ergebnisse und das weitere Vorgehen detailliert vorgestellt werden“, heißt es darin. In dem Schnittgut, das gehäckselt und verbrannt wurde, wurden unter anderem knapp 70 lebende ALB-Larven und rund 1000 frische Eiablagen gefunden. Aufgrund weiterer Funde musste die Befallszone im Norden um etwa 100 Meter ausgedehnt werden. Dort wird es wahrscheinlich zu erneuten Fällungen kommen. Bemerkenswert: Um festzustellen, welche Äste und Stämme befallen sind, nehmen die Fachleute Spürhunde zu Hilfe.

Von einer Ausbreitung will LfL-Experte Sebastian Helmer, der die Aktion in Murnau betreut, auf Tagblatt-Nachfrage nicht sprechen. Im Gegenteil: Es zeichne sich ab, dass man die Sache in den Griff bekomme. Denn: „Das sind sehr standorttreue Käfer.“ Vermutlich konzentrierten sie sich nur auf das Areal am alten Volksfestplatz. Entwarnung könne man aber nicht geben, betont Helmer.

Die gesamte Initiative ist auf vier Jahre angelegt. Nicht zu verwechseln mit der Befallszone ist die deutlich größere Quarantänezone, die mit einem Durchmesser von rund vier Kilometers fast den gesamten Ort umfasst und als eine Art Sicherheitspuffer dient. Darin gelten strenge Bestimmungen, was die Kontrolle und die Entsorgung von Schnittgut betrifft. Die Marktgemeinde geht auf Nummer sicher – und setzt auf Vorsichtsmaßnahmen. So müssen zum Beispiel selbst die Birkenzweige, die traditionell am Fronleichnamstag zum Schmücken des Prozessionsweges verwendet werden, außerhalb der Quarantänezone gewachsen sein. Und nach der Prozession werden sie von Mitarbeitern des Bauhofs eingesammelt und auf der Deponie Weindorf entsorgt.

Die ALB-Auflagen bekommt auch Uwe Benn zu spüren, dessen Gärtnerei samt Baumschule an der Loisachstraße liegt. Er darf dort bestimmte Laubholz-Sorten vorerst nicht mehr verkaufen. Der Geschäftsmann hat aber eine Lösung gefunden: Seine Kunden bekommen die betroffenen Pflanzen trotzdem. Benn richtete auf einer Wiese außerhalb der Quarantänezone einen zweiten Verkaufsstandort ein. Allerdings entstünden ihm dadurch Mehrkosten, weil unter anderem der Personalaufwand größer sei, berichtet er.

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