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Ungeliebter Gast: der Asiatische Laubholzbockkäfer. In Murnau wird seit 2016 gegen seine Ausbreitung gekämpft.

Asiatischer Laubholzbockkäfer in Murnau

Langwieriger Kampf gegen Baumschädling

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Murnau zählt zu den fünf Orten in Bayern, an denen der Asiatische Laubholzbockkäfer aufgetreten ist. Der rigorose Kampf gegen den Baumschädling zahlt sich offenbar aus. Zumindest wurde bislang kein neuer Befall festgestellt.

Murnau – Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) gilt als einer der gefährlichsten Baumschädlinge weltweit. Er befällt gesunde Laubhölzer und kann diese zum Absterben bringen. Im schlimmsten Fall sind ganze Waldregionen betroffen. Es verwundert daher nicht, dass in Murnau jede Menge unternommen wird, um ein Ausbreiten der aus Asien vermutlich mit Holzverpackungen eingeschleppten Tiere zu verhindern.

Die Käfer wurden bekanntlich erstmals im Herbst 2016 am alten Volksfestplatz entdeckt. Um ihnen die Lebensgrundlage zu entziehen, entschloss sich die zuständige Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), in dem Gebiet Risiko-Pflanzen auszuholzen und Bäume zu fällen. Und es wurde eine Quarantänezone eingerichtet – eine Art Sicherheitspuffer. Dieser hat einen Durchmesser von rund vier Kilometern, umfasst also fast den gesamten Ort. Unter der Regie der LfL finden dort nun laufend Kontrolluntersuchungen statt. Die Fachleute sprechen von einem „Monitoring“. Es kommen dabei sogar Baumkletterer und speziell ausgebildete Suchhunde zum Einsatz. Außerdem wurden so genannte Fangbäume gepflanzt und Lockstoff-Fallen aufgestellt. Das Prinzip ist simpel: Sollte es die ungeliebten Insekten hierzulande noch geben, würden sie dort Merkmale hinterlassen.

Insgesamt vier Jahre lang, also noch bis Ende 2020, dauert dieses aufwändige Prozedere. Sollte allerdings in dieser Zeit ein neuer ALB-Hinweis auftauchen – das können Ablagerungen von Eiern, Bohrlöcher in Bäumen oder Larven sein –, beginnt das Ganze von vorne. Doch danach sieht es momentan nicht aus. Denn bislang sind keine weiteren Symptome gefunden worden, wie der Gebietsbeauftragte der LfL, Klaus Köhler, auf Nachfrage erklärt. „Das kann man positiv sehen“, sagt er. Eine Entwarnung könne man jedoch noch nicht geben. Zum einen sei noch nicht die gesamte Quarantänezone, auf die aufgestellte Schilder hinweisen, unter die Lupe genommen worden. Und zudem bestehe das Risiko, dass jemand unwissentlich ALB-Eier oder -Larven, die sich im gefällten Holz befinden können, woanders hintransportiert. Die Käfer selbst gelten als relativ sesshaft. „Sie sind nicht sehr beweglich“, sagt Köhler.

Die Gartenbesitzer aus der Quarantänezone müssen weiterhin die strengen Auflagen und Bestimmungen beachten, vor allem was die Entsorgung und den Transport von bestimmten Laubgehölzen angeht. Das Schnittgut ist in der Weindorfer Sammelstelle abzugeben, anschließend wird es verbrannt. „Bei Verstößen kam es bereits zu gemeldeten Ordnungswidrigkeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung der LfL. Aktuell bittet jedoch die Behörde darum, auf Schnitt-Aktionen zu verzichten, „da in den Sommermonaten wenig Häckselgut in der Verbrennungsanlage der Gemeindewerke verwertet werden kann“. Zudem sei es aus Naturschutzgründen sinnvoll, diese Gartenarbeiten im Herbst oder Winter zu erledigen.

Weitere Infos: Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bietet eine ALB-Hotline an: unter Telefon 0 81 61/71 57 30 oder per E-Mail an die Adresse ALB@LfL.bayern.de. Zudem kann man sich auf der Homepage der Behörde über das Thema informieren: www.lfl.bayern.de/alb.

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