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Bilderbuch-Kulisse: Die Besucher hören den Volksmusikgruppen zu.

„Aufgspuit im Murnauer Moos“

Volksmusik vor Bergkulisse:Rekordandrang bei Kaiserwetter

Bei der mittlerweile zwölften Auflage von „Aufgspuit“ am Sonntag am Murnauer Moos herrschte Festival-Atmosphäre. Die Volksmusik-Veranstaltung von Camerloher Musikschule und Tourist-Information lockte unzählige Besucher an.

Murnau – So viele wie heuer kamen noch nie. Noch bevor die ersten der insgesamt rund 50 mitwirkenden Musiker in ihre Saiten oder Tasten griffen, waren bei herrlichem Spätsommer-Wetter alle Sitzplätze im Biergarten des Gasthofs Ähndl belegt. Zusätzliche Biertische wurden aufgestellt, und so mancher Gast machte es sich auf der Wiese rund um Biergarten und Ramsachkircherl auf seiner Jacke bequem. Streckte alle Viere der warmen Sonne entgegen und lauschte den Klängen von Harfe, Hackbrett und Co.. Genaue Zahlen konnte Anita Staltmeier, die auch heuer wieder die musikalische Leitung der Veranstaltung innehatte, zwar keine nennen. „Aber heuer sind es schon mehr Besucher als in den Vorjahren. Und sie sind viel früher gekommen als sonst.“

Bei der zwölften Auflage von „Aufgspuit“ musizierten laut Staltmeier zwölf Volksmusikgruppen – mehr als ursprünglich geplant, denn: „Es sind spontan noch welche dazugekommen.“ Vor allem einige junge Nachwuchsgruppen hätten die Gelegenheit genutzt, einmal vor großem Publikum zu spielen. Zum ersten Mal dabei war etwa die „Schladl Musi“ aus dem Landkreis Altötting, deren Mitgliedern die Veranstaltung gut gefiel. „Es ist eine sehr schöne Stimmung hier“, fand etwa die junge Harfenistin Magdalena Winkler. Diese entsteht aus der Kombination der herrlichen Landschaft und dem grandiosen Ausblick mit der Musik und der ungezwungenen Atmosphäre. Denn steif sitzenbleiben und still der Musik lauschen, musste hier niemand. Aufgspuit wurde nicht nur im Biergarten des Gasthofs, sondern an drei weiteren Stationen mit einem jeweils ganz eigenen Musikcharakter. Wem das Treiben am „Ähndl“ zu viel wurde, der konnte den Wiesenweg hinauf zur St.-Georgs-Kapelle laufen. „Dort ist es ruhiger. Mehr für die Genießer“, sagt Staltmeier. Und wer es lauschig haben und ein Glas Wein genießen wollte, der ging weiter zum „Drachenstich“. Auch am Ufer der Ramsach hatte sich eine Menschentraube um mehrere Musikgruppen versammelt, die aus der ganzen Region gekommen waren.

Eine von ihnen war „D’Walli Blos“ aus Murnau. Auch sie spielte zum ersten Mal auf. Warum nicht schon früher, das wusste Ensemble-Mitglied Klaus Tworek zwar nicht so genau. Jetzt jedoch fand der Marktbaumeister nur lobende Worte für die „tolle Veranstaltung“.

Seit vielen Jahren „Aufgspuit“-Fan ist Besucherin Anne Lipp. „Es gefällt mir einfach. Man kann rumgehen und hört viele verschiedene Gruppen“, sagte die Ohlstädterin. Sie will auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Die Chancen, dass sie das kann, stehen gut. Staltmeier jedenfalls fände eine 13. Auflage von „Aufgspuit“ schön.

Franziska Seliger

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