Murnaus Bürgermeister spricht von einem herben Rückschlag

Bahn reduziert ICE-Verbindungen ins Werdenfelser Land

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Er ist verärgert: Murnaus Bürgermeister Beuting wettert gegen die Staatsregierung und deren Luftqualitätskonzept. Gleichzeitig fordert er einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke.

Spricht Klartext: Murnaus Rathauschef Rolf Beuting.

Murnau– Die Ökologie ist eines der zentralen Themen von Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting. Kein Wunder: Immerhin ist Beuting Kreisvorsitzender der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP). Deshalb stört er sich am Luftqualitätskonzept der bayerischen Staatsregierung. „Es reicht bei Weitem nicht aus“, sagt Beuting. Er ist sich sicher, dass die Verkehrsprobleme Münchens im Umland gelöst werden können.

Murnaus Bürgermeister fordert schon seit Jahren einen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München-Weilheim-Murnau. „Nur wenn wir die Pendler vom Auto auf die Bahn bekommen, besteht für München die Chance, den Verkehrskollaps zu verhindern.“ Ein echter 30-Minuten Takt sei hierfür Voraussetzung.

Für skandalös und symptomatisch zugleich hält es Beuting, dass die CSU in Bund und Land Milliarden in die Pkw-Infrastruktur pumpe, aber nur lächerliche Millionenbeträge für den Ausbau der Schiene zur Verfügung stelle. „In Oberau und Garmisch-Partenkirchen werden hohe dreistellige Millionenbeträge für den Bau von Tunnels zur Verfügung gestellt, aber für den Ausbau der Bahnverbindung stehen im gleichen Zeitraum nur Beträge im Promillebereich zur Verfügung“, wettert er.

Was ihn in seiner Ansicht bestätigt: Die Deutsche Bahn reduziert Beuting zufolge die ICE-Direktverbindungen ins Werdenfelser Land. Ab Dezember 2017 werden samstags nur mehr zwei anstelle der bisher drei Züge angeboten. Die über Garmisch-Partenkirchen hinausgehenden Halte, ins Karwendel und nach Tirol, werden entfallen. Was passiert, nennt Beuting „einen herben Rückschlag. Murnaus Anbindung an den Fernverkehr ist für uns enorm wichtig. Denn nur so kann nachhaltiger Tourismus funktionieren“.

Rubriklistenbild: © dpa

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