Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 

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In die Jahre gekommen: Die Staatsstraße 2038 wird in den Pfingstferien saniert. 

Anlieger sollen erreichbar bleiben

Bauarbeiten zwischen Murnau und Habach: Staatsstraße in Pfingstferien gesperrt

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Wer in den Pfingstferien den Landkreis-Abschnitt der Staatsstraße 2038 zwischen Murnau und Habach benutzt, muss sich auf Umwege und Behinderungen einstellen. Die Fahrbahn wird saniert, die Route in Teilbereichen jeweils voll gesperrt. Anlieger sollen jedoch keine Durststrecke durchmachen müssen und erreichbar bleiben.

Murnau – Als sie von den Plänen hörte, hat sich Konstanze Kley zunächst „etwas gefürchtet“. Sie ist Geschäftsführerin der Gartenbaumschule Sauer, die Haupteinfahrt des Betriebs liegt nördlich von Murnau direkt an der Staatsstraße 2038, die Richtung Habach führt. Das Problem: Die Strecke zwischen der Landkreisgrenze Garmisch-Partenkirchen und der Einmündung in die B2 bei Murnau wird ab Dienstag, 11., bis Samstag, 22. Juni, jeweils in Abschnitten komplett gesperrt. Natürlich stelle man sich „auf Beeinträchtigungen ein“, sagt Kley. „Wir als Verkaufsbetrieb sind darauf angewiesen, dass Kunden zu uns kommen.“ Und eine eingeschränkte Erreichbarkeit wäre in dieser Hinsicht „nicht so günstig“. Doch seit einem Gespräch mit Vertretern von Staatlichem Bauamt Weilheim und der zuständigen Baufirma haben sich Kleys Bedenken gelegt. „Ich hatte den Eindruck, man bemüht sich, alles so verträglich wie möglich zu gestalten. Man hat großes Verständnis für unsere Lage.“

Das bestätigt Werner Hüntelmann, Sachgebietsleiter Planung und Bau für den Landkreis am Staatlichen Bauamt. Die Zufahrten zu Sauer, zum Campingplatz bei Hofheim und zu den Einzelgehöften sollen seinen Worten nach erhalten bleiben. Auch Anlieger in Hofheim bleiben grundsätzlich erreichbar. Doch es werde „kurze Zeiträume geben“, in denen bestimmte Bereiche nicht passierbar sind – wenn etwa direkt an einer Zufahrt asphaltiert wird. Sauer soll auch in dieser Phase nicht abgeschnitten sein von seinen Kunden. Man habe vereinbart, sagt Kley, dass diese dann auf einen landwirtschaftlich genutzten Weg weiter südlich ausweichen dürfen. Hüntelmann versichert, betroffene Anlieger werden „ständig auf dem Laufenden gehalten“.

Klar ist: Die 2038 benötigt die Sanierung, die mit rund einer Million Euro zu Buche schlagen wird; der vergangene Deckenbau liegt über 20 Jahre zurück. „Die komplette Straße ist spröde, es gibt Spurrinnen, und die Griffigkeit passt nicht mehr“, sagt Hüntelmann. Man packt heuer die gesamte Strecke bis zur Landkreisgrenze an, um nicht alle zwei Jahre wieder eine Baustelle zu haben – man will keinen Fleckerlteppich produzieren. Die in die Jahre gekommene Deckschicht wird abgefräst und durch eine Asphaltzwischen- sowie eine neue Deckschicht ersetzt. Diese Arbeiten starten an der Kreisgrenze nordöstlich von Hofheim und ziehen sich dann über den Ortsteil Hofheim und die Abzweigung Aidling/Riegsee bis zur Einmündung in die B2 bei Murnau. Es soll weitgehend möglich sein, die Staatsstraße von und nach Aidling zu queren. Grundsätzlich aber gilt: „Mit Einschränkungen ist natürlich zu rechnen, ganz klar“, sagt Hüntelmann.

Die Arbeiten waren ursprünglich für die Sommerferien geplant gewesen und wurden vorgezogen, weil die beauftragte Firma Kapazitäten frei hatte. Da eine Vollsperrung der Route außerhalb der Ferien tabu ist, schrumpfte das Zeitfenster. Es wird autofahrerfreundlich nur etwa halb so lange gebaut, dafür aber mit größerem Maschineneinsatz und zum Teil auch nachts. Die Samstage dienen als Puffer, falls es etwa wegen der Witterung zu Verzögerungen kommt. Restarbeiten werden nach den Ferien erledigt (24. bis 28. Juni). Für diese Phase ist eine halbseitige Sperrung mit Ampelbetrieb vorgesehen. Umleitungsstrecken werden ausgeschildert, Zufahrten für Rettungsdienste und Feuerwehren gewährleistet.

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