Durchbruch im Tarifkonflikt: Deutsche Bahn und EVG erzielen Einigung

Durchbruch im Tarifkonflikt: Deutsche Bahn und EVG erzielen Einigung
+
Für Regionalvermarktung und fairen Handel: (v.l.) Sebastian Kramer (Geschäftsführer Zugspitz Region), Barbara Krönner, Yayrator Glover (Yayra Glover Ltd), Alois Kramer (Milchliefergenossenschaften St affelsee/Werdenfelser Land), Lisa Loth (Regionalmanagerin Zugspitz Region), Ute Lohm (Gebietsverkaufsleiterin Berchtesgadener Land).

Bedeutender Partner der Milchbauern

Eine Molkerei aus Piding holt in der Region den höchsten Milchanteil ab und zahlt zugleich überdurchschnittliche Preise.  Nun rückte der Partner der Bauern in den Fokus.

Murnau – Die Zugspitz Region zielt als Wirtschaftsförderungsgesellschaft darauf ab, den Kreis nachhaltig zu stärken. Aufgabe des Beirats für Landwirtschaft und Umwelt ist es, dafür zu sorgen, die hiesige Landwirtschaft sichtbar zu machen und positiv darzustellen. So rückten die genossenschaftlichen Milchwerke Berchtesgadener Land (BGL) Chiemgau in den Fokus von Regionalmanagerin Lisa Loth. „Die Molkerei aus Piding holt in unserer Region den höchsten Milchanteil ab und zahlt zugleich überdurchschnittliche Preise“, sagte sie in einem Pressegespräch. Entlang des nördlichen Alpenkamms vom Watzmann bis zur Zugspitze beschäftigt BGL rund 1700 Milchlieferanten. Davon sind 500 Biomilchbauern. Vor vier Jahren kamen weitere Bergbauern aus dem Werdenfelser Land und der Staffelseeregion hinzu. 162 sind es nun insgesamt. „Milch von Berchtesgadener Land bedeutet Milch aus unserem Landkreis.“

Alois Kramer, Vorsitzender der Milchliefergenossenschaften Staffelsee/Werdenfelser Land, bestätigte: „Berchtesgadener Land ist unser größter Abnehmer.“ Die Kriterien, die Bauern erfüllen müssen, sind klar festgelegt: Sie dürfen kein Glyphosat verwenden, müssen gentechnikfrei und nachhaltig wirtschaften. Somit entsteht ein Natur-Rohstoff, der teils in konventionellen, teils in Bioprodukten verarbeitet wird. Ein genauer Herkunftsnachweis wird garantiert. Es sind oft Höfe mit weniger als 25 Kühen, die Milch liefern. Die Förderung dieser kleinen Betriebe komme wiederum der Natur zugute, hieß es: „Wir haben hier eine einzigartige Kulturlandschaft, die nur so aussieht, weil sie bewirtschaftet wird“, sagte Ute Lohm (BGL). Die Schönheit der Region und ihre einzigartigen Buckelwiesen förderten auch den Tourismus: „Hier schließt sich ein schöner Kreis.“

Das gefällt der Murnauer Konditorin Barbara Krönner: „Mir geht es ausdrücklich nicht um billige Produkte, sondern um Nachhaltigkeit.“ Ihren Kakao bezieht sie deshalb von Yayra Glover Ltd, der einzigen Bio-Kakao-Initiative in Ghana. Schon vor zehn Jahren hielt die BGL-Milch bei ihr Einzug. „Für unsere Schokolade suchten wir aber noch einen Produzenten von Bio-Milchpulver.“ Hier vermittelte Loth den direkten Kontakt zu BGL, die dieses nun exklusiv für die Schokoladenmanufaktur herstellt. Über das Zustandekommen dieser regionalfördernden Verbindungen freut sich Loth: „Aus kleinen Gesprächen bildet sich manchmal ganz von alleine ein neues Netzwerk.“

Beate Berger

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

TSV Partenkirchen: Turnhalle wird teurer - Gemeinderat will Geld zuschießen
Mehrkosten in Höhe von 400 000 Euro stehen für die geplante TSVP-Turnhalle am Kainzenbad im Raum. Deshalb hat der Verein den Markt um Unterstützung gebeten. Eine …
TSV Partenkirchen: Turnhalle wird teurer - Gemeinderat will Geld zuschießen
Neue Marke steht: Startschuss für die Zugspitz Region
Gemeinsam stark: Die Zugspitz Region hat eine Dachmarke für den gesamten Landkreis entwickelt. Damit wird nun gearbeitet, um als große Einheit sichtbar zu werden. Und …
Neue Marke steht: Startschuss für die Zugspitz Region
Die Kanada-Loipe ist gerettet – vorerst
Es wächst und wächst an der Isar. Dabei  sollte es dort nur Kiesflächen geben. Zumindest ist das so bei der EU hinterlegt. Um diesen Zustand wieder herzustellen, wird …
Die Kanada-Loipe ist gerettet – vorerst
Pürschlinghaus: Umbau wieder aktuell
Im Mai sollen die Arbeiten am und im August-Schuster-Haus auf dem Pürschling beginnen. Vorausgesetzt, die Baugenehmigung liegt bis dahin vor. Und der Schnee ist weg.
Pürschlinghaus: Umbau wieder aktuell

Kommentare