Baby unterwegs! Herzogin Kate mit Wehen im Krankenhaus

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Gesprächsrunde beim Neujahrsempfang: (v. l.) Oberstleutnant André Wüstner, Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes, Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum), Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und Kasernenchef Oberstleutnant Jürgen Eckert. 

Bundeswehr plant Großprojekt

Frischzellenkur für Murnauer Kaserne

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Bereits zweimal stand der Bundeswehr-Standort Murnau vor dem Aus. Doch das Blatt hat sich offenbar zum Positiven gewendet: Es wird kräftig investiert. In den nächsten Jahren steht eine millionenschwere Modernisierung der Werdenfelser Kaserne an, in der das IT-Bataillon 293 beheimatet ist.

Murnau – Diese Nachricht haben die anwesenden Soldaten, Politiker und sonstigen Gäste des Neujahrsempfangs der Marktgemeinde Murnau und der Bundeswehr, der im Offiziersheim stattfand, sicherlich mit großer Freude vernommen: Heuer beginnt die schrittweise Sanierung der Werdenfelser Kaserne. Bis 2030 soll das Großprojekt abgeschlossen sein. Bataillonskommandeur und Oberstleutnant Jürgen Eckert nennt im Tagblatt-Gespräch die Summe von 90 Millionen Euro, die der Bund in die Hand nimmt, um die traditionsreiche Einrichtung auf die Höhe der Zeit zu bringen. Das kann man als starkes Signal werten, dass am Standort Murnau festgehalten wird. Dieser sei „auf absehbare Zeit gesichert“, sagt Eckert.

Die Investition in den militärischen Komplex gilt als überfällig. Teile der Gebäude stammen aus den 1930er Jahren und genügen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zum Beispiel sind manche Fahrzeuge viel zu groß für die Hallen. „Das ist alles nicht mehr up to date“, beschreibt Eckert die Situation.

Seinen Angaben zufolge sollen auch Neubauten entstehen. Zentrales Ziel sei es, die Verwaltung und die Unterkünfte voneinander zu trennen und in jeweils eigenen Bauwerken unterzubringen. Die Zeiten, in denen sich die Soldaten in Mehrmannstuben aufhielten, sollen dann der Vergangenheit angehören: Geplant sind Einzelzimmer, die einen gewissen Komfort bieten. Nachgedacht wird zudem über eine Verlegung des Haupteingangs an die Poschinger Allee im Norden der Kaserne, um in den Stoßzeiten die Verkehrssituation auf der stark befahrenen Bundesstraße 2 zu entschärfen.

„Tag der Bundeswehr“ im Juni

Das Murnauer IT-Bataillon ist so etwas wie die Telekom der Bundeswehr. Die Technikspezialisten sorgen dafür, dass die Kommunikation der Streitkräfte funktioniert. Die Abwehr von Cyberattacken wird dabei immer wichtiger. Die in Murnau stationierte Truppe ist derzeit über 500 Soldaten stark. 700 sollen es mal werden. Auslandseinsätze sind inzwischen Standard. Vergangenes Jahr waren rund 110 Murnauer in den Krisenregionen der Welt tätig, etwa in Afghanistan, in Mali oder im Nordirak. Derzeit sind es 8 Soldaten, weitere 40 sollen im Laufe des Jahres folgen.

Junge Leute zu gewinnen, gilt als großes Problem der Bundeswehr. Sie muss in Zeiten der boomenden Konjunktur und des Fachkräftemangels mit der privaten Wirtschaft konkurrieren. Es verwundert nicht, dass viel Geld in Werbung und Info-Veranstaltungen gesteckt wird. Eckert, der im September an die IT-Schule der Bundeswehr in Feldafing wechselt, macht eine „Trendwende“ aus: „Wir bekommen zufriedenstellend Nachwuchs.“ Gerade die Ausbildung im IT-Bereich sei sehr attraktiv.

In der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr spielt die Werdenfelser Kaserne heuer eine besondere Rolle: Am Samstag, 9. Juni, steigt dort der „Tag der Bundeswehr“ – eine Initiative, die deutschlandweit an 16 Standorten stattfindet. „Wir wollen die Bundeswehr in allen Facetten präsentieren“, berichtet Pressestabsoffizier Max-Joseph Kronenbitter. Seit 2017 ist ein Team mit der Vorbereitung des Großereignisses beschäftigt. Erwartet werden um die 12 000 Besucher. Vorgesehen ist eine breite Palette an Vorführungen. Zum Beispiel werden Großgeräte und Fahrzeuge der Bundeswehr, vom gepanzerten Dingo bis zum Hubschrauber, zu bestaunen sein. Spektakulär dürfte auch der geplante Überflug der Transportmaschine Airbus A400M werden.

Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) betonte in seiner Rede bei dem besagten Empfang die enge Partnerschaft zwischen der Marktgemeinde und dem IT-Bataillon. Mit dem neuen Innovationsquartier, das sich ebenfalls stark mit Informationstechnik und Software beschäftige, habe man einen weiteren Anknüpfungspunkt. Rathaus-Chef Beuting: „Wir versuchen beide, Zeichen für die Zukunft zu setzen.“

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