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Auf eins und zwei folgt drei: Achim Neukirch und Carola Teich präsentieren den Oberlandsampler Nummer drei.

Neue Musikproduktion 

CD mit Kultpotential

Das bayerische Oberland, südlich von München bis nach Mittenwald, zwischen Schongau und Bad Tölz, hat eine ebenso reiche, wie vielfältige Musikszene. Nicht nur Trachtenkapellen, sondern auch Bands und Liedermacher, Sänger, Musiker und Produzenten sind hier daheim. Achim Neukirch, selbst Musikproduzent aus Murnau, hat jetzt zusammen mit Carola Teich den dritten „Oberlandsampler“ herausgebracht.

Murnau - Schon  vor Jahren war es der Wunsch von Joachim Neukirch, diese Musikszene, die, seiner Ansicht nach, „von der Musik her locker mit dem mithalten kann, was als Mainstream im Rundfunk gespielt wird“, bekannter zu machen. Deshalb produzierte er 1994 einen Sampler mit einem roten Cover, auf dem ein großes O prangte: den Oberlandsampler. Nach einer zweiten Ausgabe, 2002, ist nun, nach 15 Jahren, der dritte Sampler erschienen – diesmal in grün und als Doppel-CD.

Unterstützt wurde Neukirch dabei von Carola Teich, die überzeugt war, dass die Zeit reif für eine Bestandsaufnahme war. Als Musikerin aus Murnau hat sie unter anderem als Schlagzeugerin der Band „Die Zeitzeugen“ gespielt. Mit der neuen Doppel-CD, die bereits beim Kulturknall vorgestellt wurde, wollen die beiden Produzenten unter anderem die aktuelle Musikszene im Oberland in ihrer Vielfalt abbilden.

Schon beim ersten Sampler, erinnert sich Achim Neukirch, habe auch die damalige Leiterin des Schloßmuseums, Brigitte Salmen, ein Exemplar für das Archiv angefragt. Entscheidend dafür, was auf den CDs zu hören ist, sei allerdings der persönliche Musikgeschmack der beiden, der, wie Teich betont, oft sehr unterschiedlich ist. Daher haben es auch 34 Stücke ganz unterschiedlicher Couleur auf den neuen Sampler geschafft, und jeder, der sich etwas mit der Musik jenseits der Charts befasst, wird darauf alte Bekannte, aber auch spannende Neuentdeckungen finden. Altmeister Georg Ringsgwandls eröffnet den Reigen mit seinem Song „Mehr Glanz“. Dass er mitgemacht hat, ist für Teich ein Zeichen dafür, dass auch Ringsgwandl sich als „Teil dieser bunten Musikszene“ sieht. Eine andere Gruppe, „Mary Lou“, hat Neukirch als Straßenmusiker in Murnaus Fußgängerzone entdeckt und angesprochen.

Insgesamt haben die beiden 40 CDs angehört und daraus die Stücke für den Sampler ausgewählt. Nur ein paar wenigen Musikern mussten sie absagen – was ihnen nicht leichtgefallen ist. Aber manches hätte einfach nicht ins Konzept gepasst und manche Aufnahmen waren leider technisch nicht ganz ausgereift, erzählen sie.

Im Studio der Westtorhalle hat Neukirch die Tracks dann „gemastert“, die Pegel angepasst und dafür gesorgt, dass das Anhören zum Vergnügen wird. Auch einige Murnauer Unternehmen haben die Produktion unterstützt, die nun für 19,99 Euro an vielen Verkaufsstellen im Oberland und natürlich auf Konzerten zu bekommen ist. Viel verdienen werden die beteiligten Bands und Musiker daran nicht. „Mit der Musik kannst Du heute kaum noch Geld verdienen“ sagt Neukirch. Es sei eher so, dass die Musiker für ihre Produktionen oft selbst viel investiert haben.

Wer sich mit dem neuen Oberlandsampler die Musik von Kofelgschroa oder Finn Nelé, von Fiddler‘s Affair, Williams Wetsox und vielen anderen ins Wohnzimmer oder ins Autoradio holen möchte, hat jetzt endlich Gelegenheit dazu. Kultpotential hat der neue Sampler auf jeden Fall. Bestellungen sind auch über das Internet unter der.oberlandsampler.03@gmail.com möglich.

Heribert Riesenhuber 

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