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3G-Regel umgehen: Ungeimpfte finden Schlupfloch in bayerischer Klinik - die reagiert jetzt

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Von: Roland Lory

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Der Haupteingang der Murnauer Unfallklinik.
Der Haupteingang der Murnauer Unfallklinik. © Bartl

An der Murnauer Unfallklinik wird das Personal an zwei Zugängen kontrolliert. Denn es gilt 3G. Doch anscheinend haben Ungeimpfte ein Schlupfloch gefunden.

Murnau – Eigentlich ist es in der Unfallklinik Murnau derzeit so: Die Mitarbeiter können das Haus nur über die Ostpforte und den Haupteingang betreten. Dabei werden sie kontrolliert. Hintergrund ist die Pandemie. Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Nach Informationen des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts ist es jedoch anscheinend so, dass über den Raucherplatz an der Klinikküche Ungeimpfte unkontrolliert ins Haus gelangen können. „Auch uns sind etwaige Vorfälle aufgefallen“, sagt Lisa Schwede, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an der Unfallklinik. „Weiterhin gilt, dass der Zutritt nur über die Ostpforte und den Haupteingang für unsere Kollegen möglich ist. Um die Flucht- und Rettungswege freizuhalten, ist es uns jedoch nicht möglich, alle Zutritte zur Klinik gänzlich zu verschließen.“ Die Sprecherin kündigt an: „Wir werden daher unsere stichprobenartigen Kontrollen weiter verschärfen und zudem einige Ausgänge vermehrt kontrollieren.“

Ungeimpfte Mitarbeiter am Klinikum Murnau: Personal soll strenger kontrolliert werden

Für die Belegschaft hat man ein umfangreiches Hygiene- und Eintrittskonzept erarbeitet, das laut Schwede „stringent und konsequent verfolgt“ werde. „Wir kontrollieren täglich bei all unseren Beschäftigten die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz.“ Zudem überprüfe man fortlaufend die Zutrittsregelungen, um einerseits den gesetzlichen Verpflichtungen voll und ganz nachkommen zu können und andererseits einen reibungslosen Dienstbeginn für alle zu ermöglichen. Seit dem Nikolaustag kommt Unterstützung von der Bundeswehr. Damit kann Personal, das am Anfang bei den Einlasskontrollen eingesetzt wurde, wieder vermehrt seiner eigentlichen Arbeit nachgehen.

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Die Impfquote unter den Beschäftigten der Klinik beträgt (Stand Mittwoch) 84 Prozent. Schwede führt dies auf umfassende mitarbeiterorientierte Aufklärungs- und Informationskampagnen zurück. Die Verantwortlichen „hoffen aber durch weitere wissenschaftsbasierte Überzeugungsarbeit auf eine Steigerung dieser Quote“, wie die Sprecherin weiter mitteilt. Zuletzt hatte Wolfram Popp, Leiter der Intensivstation 123 an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau für einen Eklat gesorgt, als er auf einer Demo mitspazierte und sich gegen die Corona-Impfung aussprach.

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