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Zu Demonstrationszwecken hat die Junge Union Murnau an der Murnauer Bucht eine Hütte aufgestellt. „Es hat kein Verkauf stattgefunden“, betont der neue Vorsitzende Simon Ofenstein (r.). Mit dabei sind (v.l.) Elias Cosa, Amelie Redl und der Kreisvorsitzende Florian Lemper. 

Debatte um Kiosk am Staffelsee

Gastro-Angebot in Murnauer Bucht: JU präsentiert Idee

Das Kapitel „Gastronomie in der Murnauer Bucht“ ist für 2018 noch nicht abgeschlossen. Denn der Ortsverband der Jungen Union legt ein Konzept vor, mit dem das fehlende Kiosk-Angebot heuer überbrückt werden könnte.

Murnau – Die Junge Union Murnau (JU) steht unter neuer Leitung. Nach sechs Jahren an der Spitze hat Simon Ofenstein (25) den Vorsitz von Jakob Olbrecht übernommen. Die erste Aktion des neuen Vorstandes lässt nicht lange auf sich warten. Der CSU-Nachwuchs hat ein Konzept zur Murnauer Bucht für die Sommersaison 2018 vorgelegt. „Wir wollen aus der Not eine Tugend machen“, wie es Ofenstein ausdrückt.

Denn die aktuelle Situation stellt ihn und seine Mannschaft nicht zufrieden. Bekanntlich gab es in den vergangenen Wochen erhebliche Verwerfungen und massiven Ärger. Ein Rosenheimer Foodtruck-Betreiber sah sich nach eigenen Angaben mit rassistischen Äußerungen konfrontiert und warf daraufhin das Handtuch. Zuvor hatte der Gastronom im Rahmen einer gemeindlichen Ausschreibung den Zuschlag bekommen. Das beliebte Platzl am See war im Vorfeld abgerissen worden, eine Übergangslösung mit Containern klappte nicht. Der Hauptausschuss beschloss dann am 9. Mai, dass es heuer kein Gastro-Angebot in der Murnauer Bucht geben soll. 

Damit will sich die JU nicht abfinden. Ihre Idee: An den Wochenenden (Freitag bis Sonntag) wird eine Hütte am Standort des ehemaligen Platzl errichtet und von Murnauer Vereinen und Gemeinschaften bewirtschaftet. In den Sommerwochen, zur Hauptferienzeit, könnte das Ganze temporär auch auf Wochentage erweitert werden. Die Hütte wäre tagsüber bis circa 17 Uhr geöffnet. „Verkauft werden sollen klassische Kiosk-Gerichte (Bratwürste, Limo, Bier, Steckerleis) auf die Hand und somit eine Konkurrenzsituation zu Restaurants vermieden werden“, heißt es in dem Konzept.

Die JU schlägt die Bildung eines ehrenamtlichen Organisationsteams vor, das die Planung und Überwachung des Vorhabens kontrolliert. Das Angebot, die Preise und Kalkulation werden vorgegeben. Auch der Einkauf wird geregelt und von der Orga-Mannschaft geplant und erledigt. Jeder Verein kann sich für einem Tag, ein Wochenende, oder auch für mehrere Zeiten freiwillig melden und den Betrieb übernehmen. Der erzielte Gewinn wird gerecht auf alle beteiligten Vereine und gemäß Einsatzbereitschaft aufgeteilt. Dabei wird nicht der Tagesgewinn betrachtet, sondern der Gewinn über die ganze Betriebszeit. „Von Seiten der Gemeinde muss eine Genehmigung für die Gemeinschaft erteilt werden und die allgemeinen Vorschriften einem Maß entsprechen, welches jeder Verein erfüllen kann“, heißt es.

Ofenstein hofft, dass das Konzept in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderats behandelt wird. Der 25-Jährige betont: „Das soll keine Einzelaktion der JU sein, sondern ein Murnauer Gemeinschaftsprojekt werden.“ Vereinen sowie der Rathaus-Verwaltung will sie das Konzept in Kürze zukommen lassen.

Der CSU-Nachwuchs erklärt sich „verbindlich“ bereit, sich am Organisationsteam zu beteiligen und mindestens zwei Wochenenden den Betrieb der Hütte zu übernehmen. „Wir appellieren an die Murnauer Vereine sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen und damit beizutragen, dass derzeitig beschädigte Außenbild Murnaus hin zum Positiven zu verändern.“

Roland Lory

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