Wie sich die Finanzlage in Murnau im Zuge der Pandemie entwickelt, wird sich zeigen (Symbolfoto).
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Wie sich die Finanzlage in Murnau im Zuge der Pandemie entwickelt, wird sich zeigen (Symbolfoto).

Personalien aus dem Rathaus

Hüter des Murnauer Geldsäckels: Josef Brückner neuer Kämmerer - Nils Knopf Vize

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
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Personalwechsel im Murnauer Rathaus: Neuer Kämmerer und damit Nachfolger von Hubert Süß ist Josef Brückner. Sein Vize heißt Nils Knopf.

  • Neuer Murnauer Kämmerer und damit Nachfolger von Hubert Süß ist Josef Brückner (48).
  • Bekannt ist der Finanzexperte als Stadionsprecher des SC Riessersee.
  • Sein Vize ist Nils Knopp (38), der aus dem Norden Deutschlands kommt.

Murnau – Als Josef Brückner Ende 2017 in Murnau als stellvertretender Kämmerer angefangen hat, war alles deutlich einfacher. Corona war noch in weiter Ferne, die Finanzlage entspannter. Seit Kurzem ist Brückner nun offiziell der neue Kämmerer. Denn Hubert Süß, der 30 Jahre über den Geldsäckel der Marktgemeinde wachte, ist mittlerweile in die Freistellungsphase der Altersteilzeit eingetreten.

Ziemlich gleiche Ansichten

Will Brückner etwas anders machen als sein Vorgänger? Eher nein. „Wir haben ziemlich die gleichen Ansichten, was eine solide Haushaltspolitik betrifft“, sagt der 48-Jährige. Wobei er ein technikaffinerer Mensch sei. Das heißt: Er will die Digitalisierung vorantreiben. „Ansonsten marschieren wir gedanklich ziemlich im Gleichschritt.“

Als Stadionsprecher bekannt

Brückner hat die Bayerische Beamtenfachhochschule in Hof besucht. Außerdem hat er eine Zusatzausbildung zum Verwaltungsbetriebswirt durchlaufen. Vor 2010 war der Oberauer, der verheiratet ist und einen Sohn hat, in der Presseabteilung des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen beschäftigt. Dann wechselte er zum Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Oberland in Bad Tölz, der heute als Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland firmiert. Dort war er kaufmännischer Leiter. Ende 2017 wurde Brückner dann Nachfolger von Markus Ehegartner als stellvertretender Kämmerer in Murnau. Den Fans des SC Riessersee ist er bestens bekannt als Stadionsprecher – seit fast 30 Jahren macht er den Job.

Josef Brückner lebt in Oberau.

In emotionalen Situationen ruhig bleiben

Es gibt Fähigkeiten, die man sowohl als Stadionsprecher als auch als Kämmerer gut gebrauchen kann. Sich ausdrücken zu können zum Beispiel. Doch nicht nur das: „Es ist manchmal nicht falsch, wenn man in emotionalen Situationen ruhig bleibt“, sagt Brückner.

Reger Kontakt zu Vorgänger

Als Hüter des Murnauer Geldsäckels wird er jedenfalls gut damit beschäftigt sein, die Kommune durch die Pandemie und ihre Folgen zu manövrieren. „Eine solche Rezession trifft hart“, betont der Kämmerer. „Die Projekte laufen, man kann sie nicht einfach einstampfen.“ Zum Vorgänger Süß hat Brückner noch regen Kontakt. „Wenn er da ist, nehm ich ihn gern in Beschlag.“ Süß ist bis dato noch Geschäftsführer der Murnauer Grundstücks-Verwaltungs-GmbH (MGV). Sie kümmert sich um den Kemmelpark. Brückner ist sein Stellvertreter. Ihm zufolge will Süß den Posten heuer abgeben. Brückner hofft, dass der Aufsichtsrat sich dafür entscheidet, in der MGV weiter mit einer Doppelspitze zu arbeiten.

Neuzugang aus dem Norden

Nils Knopf liebt Berg- und Wintersport.

Ganz neu im Rathaus ist Nils Knopf, stellvertretender Kämmerer. Er ist gerade dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. Viele neue Eindrücke, zig neue Gesichter. „Das ist sehr aufregend, weil es natürlich viel kennenzulernen gibt.“ Knopf kam in Braunschweig zur Welt, besuchte die Hochschule für Verwaltung in Hannover und war zuletzt im Landratsamt Wolfenbüttel tätig. Während eines Sabbaticals hielt sich der Diplom-Verwaltungswirt eine Zeit lang in Bayern, Tirol und Südtirol auf. Seitdem hat er einen Narren an der Gegend gefressen. „Es ist nicht nur der Freizeitwert, es ist das Gesamtpaket“, sagt der 38-Jährige. Also auch die Kultur und die Menschen, „die die Region ausmachen und mit Leben füllen“.

Bergsportaffines Kämmereibüro

Früher ist Knopf elf bis zwölf Mal im Jahr die 700 Kilometer von Wolfenbüttel in die Berge gefahren, um seiner Leidenschaft für verschiedene Berg- und Wintersportarten nachzugehen. „Ein Mal im Monat musste das sein.“ Nun sind die Wege sehr kurz. Der Keller ist voll – mit allerhand Ausrüstung, nicht nur von ihm, sondern auch von seiner Freundin. Brückner zieht es in seiner Freizeit ebenfalls ins Freie: Er ist leidenschaftlicher Mountainbiker, kann sich dabei gut auspowern. „Das Kämmereibüro ist seit Jahrzehnten ein sehr bergaffines“, sagt er.

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