Möglicherweise stecken Drogenkonsumenten dahinter

Einbrüche in zwei Kirchen: So brachial gingen der oder die Täter vor 

  • Andreas Seiler
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Sie hätten gleich den Weg zum Beichtstuhl suchen können: Unbekannte sind gewaltsam in zwei Gotteshäuser eingedrungen - und knackten zum Beispiel einen Opferstock. 

Murnau/Riedhausen – Bereits vergangene Woche wurde in die Riedhauser Kapelle sowie in die evangelische Christuskirche in Murnau eingebrochen. Die Beute war gering, dafür der Sachschaden umso höher. Die Murnauer Polizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat, geht davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen beiden Straftaten besteht.

 Als Tatzeitraum kommen die beiden Nächte auf Dienstag, 22. Mai, beziehungsweise auf Mittwoch, 23. Mai, in Frage. Wie ein Ermittlungsbeamter auf Nachfrage erklärte, werden gefundene DNA-Spuren ausgewertet. Zeugen, die etwas beobachtet haben, können sich an die Inspektion in der Staffelsee-Gemeinde (Telefon 0 88 41/61 76 0) wenden. Die Ordnungshüter gehen davon aus, dass keine Profis am Werk waren. Möglicherweise steckten Drogenkonsumenten dahinter, die an Geld zum Rauschgiftkauf kommen wollten.

Zumindest bei der Kapelle im Seehauser Ortsteil Riedhausen waren es vermutlich mindestens zwei. Sie schlugen auf der Nordseite des abgesperrten Gotteshauses ein höher gelegenens Fenster ein, um ins Innere zu gelangen. Dort knackten sie mit Hilfe eines Feuerlöschers einen Opferstock. Die Beute: etwa 80 Euro. Der Kasten für die Geldspenden wurde dabei beschädigt. Ähnlich brachial ging es in der Murnauer Christuskirche zu, in die der oder die Einbrecher über einen schlecht gesicherten Kellerschacht gelangten. Auch dort diente ein Feuerlöscher als „Werkzeug“. Mit dem Teil wurden vier Türen eingeschlagen. Sachschaden: etwa 500 bis 1000 Euro. Zudem wurden Schränke durchsucht – allerdings ohne Erfolg. Die Täter gingen leer aus.

Rubriklistenbild: © pixabay

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