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An ihren Kapazitätsgrenzen angelangt: die Murnauer Realschule. 

Einrichtung platzt aus allen Nähten

Unterschriften für Realschulausbau

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Murnaus Realschule leidet unter akuter Raumnot. Das will der Elternbeirat nicht weiter hinnehmen. Das Gremium startete daher eine Unterschriftenaktion. Die Forderung: Die Bildungseinrichtung soll endlich erweitert werden. Rund 1500 Unterstützer haben sich bereits eingetragen.

Murnau – Es ist schon bemerkenswert: Der Neubau der „Realschule im Blauen Land“ an der Weindorfer Straße in Murnau wurde zwar erst 2014 bezogen, platzt aber bereits jetzt aus allen Nähten – ein Problem, das sich abzeichnete und auf das die Schulleitung immer wieder hinwies. Die Bildungsstätte ist beliebt, die Schülerzahlen steigen und steigen.

Eigentlich ist das markante Bauwerk für einen dreizügigen Betrieb ausgelegt, also für drei Klassen pro Jahrgangsstufe (5 bis 10). Doch der Platzbedarf ist tatsächlich weitaus größer: Mittlerweile sind es nämlich durchgehend vier Klassen, in der siebten Jahrgangsstufe sogar fünf. Das bedeutet: Es müssen 25 Klassen in einem Komplex untergebracht werden, der eigentlich nur für 18 konzipiert wurde. Die Folge: Fachräume werden zweckentfremdet und als Klassenzimmer verwendet.

Der Elternbeirat ist mit dieser Entwicklung nicht einverstanden – und schlägt Alarm: „Die Situation ist sehr unbefriedigend und geht zwangsläufig mit einigen Qualitätsverlusten einher“, heißt es auf der Homepage der Elternvertretung. Befürchtet wird, dass der Unterricht in Mitleidenschaft gerät. Es sei nicht akzeptabel, „dass etliche Klassen Physik, Biologie oder Kunst nicht in den entsprechenden Fachräumen unterrichtet bekommen“. Und weiter: „Viele Eltern und Schüler haben sich auch für diese Schule entschieden, weil es eine neue Schule mit zeitgemäßer Ausstattung ist. Nur nutzt die zeitgemäße Ausstattung nichts, wenn die Schüler sie gar nicht nutzen können.“ Es fehlten aber nicht nur Klassenzimmer, sondern auch Toiletten, Spinde und weitere Infrastruktur. Die Institution, für die der Landkreis zuständig ist, besuchen derzeit rund 660 Kinder und Jugendliche. Geplant wurde sie für 540.

Der Elternbeirat fordert daher die Anerkennung der seiner Ansicht nach de facto bestehenden Vierzügigkeit sowie eine Erweiterung. Wie genau diese aussehen könnte, darauf geht die Vorsitzende des Gremiums, Barbara Wickenburg, nicht näher ein. Ihrer Meinung nach bietet das Areal ausreichend Platz. Um den Druck auf die Kreispolitik zu erhöhen, wurde eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Die Listen dazu liegen in Murnauer Geschäften aus und können auf der besagten Webseite des Elternbeirats heruntergeladen werden. Die Adresse lautet: www.realschulerweiterung-murnau.de.

Um die 1500 Unterschriften – an der Initiative dürfen sich auch Minderjährige beteiligen – wurden laut Wickenburg bereits gesammelt. Das ehrgeizige Ziel sind 5000. Jedenfalls sollen die Dokumente des Bürgerwillens am 28. November an Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und seinen Stellvertreter Dr. Michael Rapp (CSU) übergeben werden.

Wickenburg hofft, dass möglicherweise bereits früher Bewegung in die Sache kommt. Nächste Woche am Mittwoch, 7. November, kommt nämlich der Schulausschuss des Kreistages zusammen und berät das Thema. Dazu eingeladen sind auch Wickenburg und Realschuldirektor Ralf Havelka. Laut Angaben des Landratsamtes sollen in der Sitzung verschiedene Möglichkeiten eines Erweiterungsbaus aufgezeigt und diskutiert werden. „Es ist vorgesehen, einen entsprechenden Beschluss zu fassen“, teilt die Kreisbehörde mit.

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