Frau bedroht Polizisten mit Axt - Großeinsatz im Landkreis Rosenheim

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So geht das : Mit Hilfe von Lehrern, Müttern und Förstern haben die Kinder der Klasse 3a Fichten im Wald gepflanzt.

Titel für Murnauer Seidl-Grundschule

Kleine ganz groß in Umwelterziehung

Auf die Umwelterziehung ihrer Schüler legt die Emanuel-von-Seidl-Grundschule großen Wert. Durch viele Projekte, die man in dieser Richtung organisiert hat, soll ihr im November deshalb sogar der Titel „Umweltschule“ verliehen werden.

Murnau – Bei so viel Interesse war es selbstverständlich, dass man dem Aufruf des Kultusministeriums zur Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit gerne Folge leistete. Fast alle Klassen machten mit. Die einen beschäftigten sich mit dem Thema Ernährung, andere luden einen Arzt ein und fanden heraus, was dem Menschen gut tut und was nicht.

Die Klasse 3a widmete sich dem Thema Nachhaltigkeit. Inspiriert vom Wald, mit dem sie sich seit Beginn des Schuljahres beschäftigen, wandten sie sich an Förster Friedrich Maier vom Forstrevier Murnau West. Der zögerte nicht lange und organisierte eine ein Hektar große Fläche im Murnauer Gemeindewald in der Nähe des Holzbohlenweges. Dort durften die Kinder einen Vormittag lang rund 30 kleine Tannen pflanzen. In dem ausgewählten Waldstück dominieren vor allem Fichten. Da diese durch den Klimawandel immer anfälliger werden, macht eine Durchmischung Sinn. „Die Tannen sollen das kompensieren. Sie sind klimaverträglicher und ein guter Ersatz als Brennholz“, erläuterte Maier den Schülern. Deshalb müsse man vorausschauend denken, um das System Wald auf Dauer stabil zu halten.

Die 21 Kinder, Lehrerin Birgit Klöck und vier Grundschulmamas waren voller Eifer bei der Sache. Unter Anleitung von Maier und Försterin Schirin Acher gruben sie mit ihren mitgebrachten Gartenwerkzeugen Löcher in den lehmigen Boden und setzten die Bäumchen ein. Um die jungen Triebe gegen Wildfraß zu schützen, bauten sie Zäune aus Ästen drum herum, und der ein oder andere Setzling wurde zum Freundschaftsbaum erklärt.

Den Murnauer Mädchen und Buben jedenfalls gefiel der Gedanke, dass sie der Natur mit ihrer Aktion helfen konnten, denn sie haben die Voraussetzung für zukünftige Tannengenerationen geschaffen. „Den Rest macht der Wald jetzt von alleine“, erklärte Acher. In zehn Jahren werden die Bäume etwa so groß sein, wie die Schüler, die dann erwachsen sind. Und wenn sie in 30 Jahren mit ihren Kindern an diesen Ort zurück kehren werden, können sie voller Stolz erzählen: „Diesen Riesen habe ich gepflanzt“.

 Beate Berger

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