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Volles Haus: Bürgermeister Rolf Beuting (r.) begrüßt die zahlreichen Besucher des Neujahrsempfangs im Kultur- und Tagungszentrum. 

Neujahrsempfang der Marktgemeinde Murnau

Politisch zahmer Jahresauftakt

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In Murnau wird die Tradition der Neujahrsempfänge großgeschrieben. Die Marktgemeinde veranstaltet mittlerweile gleich zwei dieser gesellschaftlichen Ereignisse. Am Dienstagabend wurde das neue Jahr im großen Rahmen im Saal des Kultur- und Tagungszentrums (KTM) begrüßt. Am Mittwoch, 17. Januar, folgt dann noch der gemeinsame Empfang des Marktes und der Bundeswehr im Offizierheim.

Murnau – Einige hundert Bürger sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und des öffentlichen Lebens waren jetzt der Einladung gefolgt, um sich bei Sekt, Orangensaft und Häppchen auszutauschen und den Grußworten zu lauschen. Die Sternsinger der Pfarrei St. Nikolaus überbrachten ihre Segenswünsche – und Anita Staltmeier-Gruber sorgte für die musikalische Umrahmung. Wer an dem Abend im KTM politische Konfliktthemen wie den aktuellen Hallenbad-Streit erwartete, wurde enttäuscht. Die Reden von Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) und Landrat Anton Speer (Freie Wähler) waren frei von Spitzen.

Beuting ging in seinem Rückblick auf das Jahr 2017 unter anderem auf die Wohnbau-Projekte und das Innovationsquartier ein. Diese Einrichtung im ehemaligen Gemeinde-Krankenhaus dient bekanntlich jungen kreativen Firmen und Startups als Domizil. Darunter befinden sich Designer und Software-Entwickler. Es gehe darum, erläuterte der Rathaus-Chef, neben den beiden etablierten Standbeinen Gesundheit und Tourismus neue Branchen im Ort anzusiedeln, die Arbeitsplätze und Perspektiven für die jungen Menschen schaffen sowie zusätzliche Gewerbesteuer-Einnahmen bringen. Ihm sei bewusst, so Beuting, dass viele Bürger mit den Trends der modernen Wirtschaftswelt noch wenig anfangen können. Aber jeder sei eingeladen, sich bei den Führungen durch das Innovationsquartier selbst ein Bild zu machen. „Kommen Sie doch einfach mal vorbei“, appellierte das Gemeinde-Oberhaupt an die Versammelten.

Im zweiten Teil seiner Rede zählte Beuting eine Reihe an Vereinsjubiläen auf, die heuer anstehen. Dazu zählen etwa der Trachtenverein, der sein 125-Jähriges feiert, und der Verschönerungsverein, den es bereits seit 150 Jahren gibt. Und schließlich blickt das Schloßmuseum auf sein 25-jährige Bestehen zurück. Zu all diesen Geburtstagen stehen natürlich größere Festlichkeiten an.

Landrat Speer schwor die Murnauer auf ein Miteinander auf Kreisebene ein. Tenor: Nur so könne man etwas bewegen. Zum Beispiel habe die Rückkehr des Marktes in die Landkreis-Gesellschaft Zugspitz Region Positives gebracht. Der Chef der Kreisbehörde nannte als Beispiel die Bemühungen, die Rinderrasse Murnau-Werdenfelser zu erhalten und die Erzeugnisse zu vermarkten. Aus der Milch der Tiere wird sogar Käse hergestellt. Speer schnitt eine Reihe weiterer Themen an, unter anderem die Integration der Flüchtlinge und Vorhaben im Zuge des Leader-Förderprogramms. Außerdem rührte er kräftig die Werbetrommel für die heuer anstehende Landesausstellung im Kloster Ettal.

Übrigens: Im Januar findet noch ein dritter bedeutender Neujahrsempfang in Murnau statt, nämlich der der CSU. Der Termin ist am Freitag, 26. Januar, im Alpenhof. Dazu erwartet werden unter anderem die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt. 

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