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Im Kultur- und Tagungszentrum soll die Messe stattfinden

Eine soziale Plattform soll entstehen

Erste soziale Messe in der Region geplant: „Hand in Hand im Blauen Land“

Organisationen suchen Ehrenamtliche. Menschen, die sich engagieren möchten, suchen entsprechende Institutionen. Abhilfe könnte die erste soziale Messe schaffen, die derzeit in Murnau geplant ist. Aussteller können sich noch dafür anmelden. 

Murnau – Es ist eine Crux. Organisationen und Vereine sind auf Ehrenamtliche angewiesen, die sich in ihrer Freizeit für soziale Projekte einbringen möchten. Interessierte wiederum, die sich für andere einsetzen möchten, wissen oft nicht, wo und wie sie das tun können. Gemeinderat Felix Burger (SPD), der als Referent für Familie, Behindertenaufgaben, Soziales und Wohnungswesen im Markt tätig ist, kennt das Problem. Auch Ursula Lampl, Leiterin des Mehrgenerationenhauses bekommt regelmäßig Anfragen von Männer und Frauen, die Orientierung suchen. Aus diesen Bedarf heraus entstand die Idee zu der sozialen Messe, die am 24. März im Kultur- und Tagungszentrum in Murnau stattfindet. Die erste in der Region. „Hand in Hand im Blauen Land“, heißt die Veranstaltung, die Burger und Lampl mit dem Runden Tisch der sozialen Vereine und Institutionen derzeit organisieren. Träger des Projekts ist die Marktgemeinde.

Wie der Name der Messe schon verrät, geht es den Initiatoren darum, dass sich Menschen miteinander vernetzen. Ehrenamt lautet das Stichwort, das im Mittelpunkt steht. Besonders sozial engagierte Vereine und Organisationen haben dabei die Chance, sich vorzustellen. 39 Aussteller – darunter unter anderem das BRK, die Feuerwehr, örtliche Kirchen, das Mehrgenerationenhaus (MGH), der Hospizverein, die Herzogsägmühle, Murmel, der Lions- sowie Zonta Club – sind bereits an Bord. „Auch Sportvereine werden mit dabei sein“, sagt Burger. Interessierte, die sich einbringen möchten, können sich noch anmelden.

Eine Art Kontaktstelle, so könnte man die Messe bezeichnen. Die Aussteller können den Besuchern nämlich nicht nur ihre Arbeit präsentieren, sondern auch neue Helfer für die gute Sache gewinnen. Auf der anderen Seite finden Bürger die richtige Adresse für ihr Engagement. Eine Win-win-Situation quasi. Lampl spricht von einer „sozialen Plattform“, die entstehen soll. Aber auch für Unterhaltung werde gesorgt.

Vorträge sowie ein buntes Rahmenprogramm mit Verköstigung, Musik und Spielen für Kinder sind vorgesehen. „Die Planungen laufen derzeit noch“, sagt Burger. Beim nächsten Runden Tisch, der Ende Januar stattfindet, werden weitere Details besprochen. Eventuell schließt sich an das Tages- auch ein Abendprogramm an. Sicher ist jetzt schon, dass die Einnahmen der Veranstaltung an die Ortsarmen in Murnau gehen.

Einer, der von dem Projekt überzeugt ist, ist der Radsportler Tino Käßner. Der ehemalige Soldat der Bundeswehr, der 2005 nach einem Anschlag in Afghanistan einen Unterschenkel verlor und heute als Bike-Guide in der Region arbeitet, ist Schirmherr der Veranstaltung. „Ich freue mich sehr darüber“, sagt er. Er selbst engagiert sich regelmäßig. Bei einem 24-Stunden-Rennen in München sammelte er unter anderem Gelder für traumatisierte Soldaten. In seiner Freizeit trainiert er Kinder. Dass er Schirmherr der ersten sozialen Messe in der Region ist, macht ihn stolz. „Wirklich eine super Sache.“

Wer Interesse hat

sich einzubringen, kann sich bei Ursula Lampl (ursula.lampl@cari tasmuenchen.de) und Felix Burger (burger.felix@gmx.de) melden.

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