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Publikumsrenner: die Faschingsumzüge im Blauen Land. Diese Aufnahme entstand vergangenes Jahr in Eschenlohe. Heuer ist mit dem Gaudiwurm Ohlstadt an der Reihe. Das närrische Treiben steigt dort am Faschingssonntag, 3. März.

Umzüge, Bälle und Partys

Faschingstreiben im Blauen Land: Die Narren sind los

Die Staffelsee-Region gilt zwar nicht unbedingt als Hochburg der fünften Jahreszeit. Dennoch ist heuer einiges geboten, wie unser Faschingskalender zeigt. Höhepunkte sind zum Beispiel ein Umzug durch Ohlstadt, das traditionelle Treiben der Murnauer Schellenrührer und die Seehauser Dorfgaudi, die unter dem Motto „Märchen“ steht.

Landkreis – Es ist wieder soweit: der Fasching hält Einzug ins Voralpenland. Das bunte Treiben ist hier in der Region  beliebt. Dabei begeht jeder Ort die närrische Zeit auf eigene Weise: Egal ob Bälle, Umzüge, Gaudiwettkämpfe oder ausgelassene Partys – in der fünften Jahreszeit geht es hoch her. Die Höhepunkte konzentrieren sich heuer auf die Zeit von Faschingssamstag, 2. März, bis Rosenmontag, 4. März.

Dazu zählt der traditionelle Auftritt der Murnauer Schellenrührer. Am Faschingssonntag, 3. März, marschieren die rund 70 Teilnehmer mit ihrem Glockengebimmel, das symbolisch den Winter austreiben soll, durch den Markt. Startpunkt ist um 14 Uhr am Angerbräu. Von dort aus zieht der maskierte Trupp zum Griesbräu, wo ab 15 Uhr ein geselliger Umtrunk mit Musik stattfindet. Nach altem Brauch sind die Schellenrührer mit Fichtenbögen und massiven Kuhglocken ausgestattet. Typisch sind auch die hölzernen Larven, die mit ihren schiefen Nasen, Runzeln und Warzen reale Gesichter karikieren. Die Masken werden in mühevoller Handarbeit geschnitzt und blicken auf eine langjährige Tradition zurück.

Am gleichen Tag feiert Ohlstadt im großen Stil: Der örtliche Stoaheberverein organisiert unter dem Motto „Dieselskandel nicht hier – mia tanken Bier“ einen großen Festzug durch das Dorf. Laut dem Ersten Vorsitzenden Florian Poschenrieder wirken daran rund 900 Menschen aus dem Bobdorf und Umgebung mit. „Es wird wieder zahlreiche Mottowagen geben, die sowohl lokale als auch internationale Politik auf die Schippe nehmen“, sagt der Vorsitzende. Los geht’s um 14 Uhr. Ausgehend vom Ortskern schlängelt sich der Gaudiwurm zum Schwimmbad, wo ein großes Festzelt aufgebaut ist.

Märchenhaft geht es hingegen im beschaulichen Fischerort Seehausen zu. Am Faschingssamstag, 2. März, verwandelt der Verein „Da Sea is inser“ die Dorfstraße in ein Reich der Hexen, Zwerge und Könige. „Es war einmal...“ lautet das Thema, zu dem bereits ein vereinseigener PR-Film veröffentlicht wurde (wir berichteten). Startschuss der Veranstaltung ist um 14 Uhr. Die Vorfreude ist laut dem Ersten Vorsitzenden Uli Hubal schon groß. Schließlich packt jedes Jahr das ganze Dorf mit an, um dieses Fest auf die Beine zu stellen. „Maximal 80 Teilnehmer werden bei thematisch passenden Gaudistationen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen“, erklärt Hubal. Außerdem werden Preise vergeben. Die Siegerehrung findet im Gasthof Stern statt, wo die Partyband Take Two den Gästen ab 17 Uhr einheizt.

Als Publikumsrenner dürften sich auch heuer wieder die Murnauer TSV-Bälle erweisen. Die Handballer lassen es am Faschingssamstag, 2. März, ab 20 Uhr in der Turnhalle an der Poschinger- Allee krachen. Das Motto lautet: „Blubbern im Aquarium“. Die Kinder und Teenager feiern am Tag darauf ab 15 Uhr, ebenfalls in der Halle.

Kleine Narren dürfen sich außerdem auf den Faschingsball des Murnauer Mütter- und Familienzentrums Murmel freuen. Am Rosenmontag, 4. März, findet hierzu im Kultur- und Tagungszentrum von 15 bis 17.30 Uhr ein abwechslungsreiches Programm inklusive Spielstationen, Mitmachtänzen und einer Tombola mit vielen Gewinnen statt. Höhepunkte sind neben den Bonbonfrauen und einer Kostümshow ein Auftritt der Peißenberger Faschingsgarde. Für den Hunger der jungen Maschkera gibt es eine große Auswahl an selbstgebackenen Muffins und Krapfen, die von den Bäckereien vor Ort gespendet werden. Der Kinderfasching ist geeignet für Kleinkinder und deren ältere Geschwister bis ins Grundschulalter.

Constanze Wilz

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