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Daniel Lang präsentiert das neunte Festival in der Westhorhalle

Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Festival in der Westtorhalle: Zwei Abende, 17 Filme

Der Murnauer Regisseur Daniel Lang präsentiert in der Westtorhalle sein neuntes Filmfestival. Unterschiedliche Genres erwarten die Besucher. Darunter auch fünf Werke seiner Studenten.

Riedhausen – Tanzende Mäuse, ein nordschwedischer Hüttenwart, hoch aufsteigende Drohnen und eine depressive Frau – diese unterschiedlichen Menschen und Szenen sind Teil des Filmfestivals „Über Kurz oder Lang“, das der Murnauer Regisseur Daniel Lang heuer zum neunten Mal auf die Beine stellt. Die Filme, die es dieses Jahr in die Auswahl geschafft haben, werden am Dienstag, 26., und am Mittwoch, 27. Dezember jeweils um 20 Uhr in der Riedhauser Westtorhalle gezeigt. Vom Zweiminüter bis zum Langfilm erwarten die Zuschauer Filme diverser Genres. Egal ob Animation, Dokumentation, Spiel- oder Experimentalfilm – für jeden Geschmack sollte da etwas dabei sein, glaubt Lang.

Unter diesem Aspekt hat der Dozent an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) das Programm ausgewählt. Insgesamt 17 Streifen sind zu sehen – darunter fünf von Langs Schützlingen. Wie etwa die 30-minütige Dokumentation „Tarfala“. Für seine Einblicke in das karge Leben eines schwedischen Hüttenwarts wurde der Regisseur Johannes Östergard in der Kategorie „bester ausländischer Dokumentarfilm“ für einen der begehrtesten Nachwuchspreise der US-Filmindustrie – den Studentenoscar – nominiert. „Der Film wirft existenzielle Fragen auf“, sagt Lang. Der Dozent begleitet die Projekte seiner Studenten von Anfang bis zum Ende.

Gemeinsam mit ihnen erstellt er ein Konzept, Umsetzungsmöglichkeiten werden besprochen und Material gesammelt. „Das ist jedes Mal aufs Neue ein spannender Prozess, weil man nie weiß, was am Schluss heraus kommt“, betont Lang und hebt etwa das Werk seiner Studentin Annelie Boros hervor. Der Titel des Kurzfilms „F32.2“ ist zugleich das Kürzel für den Diagnoseschlüssel der depressiven Protagonistin Vera. Und auch außerhalb der Hochschule erhielt das Werk Anerkennung. Für seine gefühlsstarken Bilder wurde der Streifen mit dem „Young Eyes Award“ auf dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilme (DOK Leipzig) ausgezeichnet. Auf dieser Veranstaltung feierte auch Langs Favorit namens „Megatrick“ Weltpremiere.

Die Animation ist mit zwei Minuten der kürzeste Film im Programm. Regie führte Anne Isensee. „Absolut faszinierend ist, dass Megatrick kurz und knapp das Leben beschreibt“, sagt der Murnauer. Mit seiner Auswahl hofft Lang auch heuer wieder ein breites Publikum für sein Festival anzulocken. Er ist froh, dass es sich im Laufe der Jahre so gut etabliert hat. Ihm zufolge kommen die Besucher nicht nur wegen den Filmen, sondern auch, um beisammen zu sein. „Was einst ein rein kulturelles Event war, ist nun ein gesellschaftliches.“ Genau dafür stehe die Westtorhalle.

Constanze Wilz

Tickets

können jeweils für einen Tag erworben werden. Der Eintritt beträgt zwölf Euro (ermäßigt acht Euro). Einlass ist ab 19.30 Uhr. Beginn ist um 20 Uhr. Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm finden sich im Internet unter: www.westtor.de.

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