Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Will künftig auf Feuerwerke verzichten: Zum-Murnauer-Chef Benjamin Schmitz. 

Beschwerde wegen Lärmbelästigung

Feuerwerk bei Hochzeitsfeiern – den Nachbarn reicht’s

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Für die einen mag ein Feuerwerk ein schönes Schauspiel am Himmel sein. Die Anwohner des Lokals Zum Murnauer empfinden jedoch die nächtliche Böllerei bei Hochzeitsfeiern als pure Lärmbelästigung. Der Wirt lenkt nun ein.

Murnau – Böller und Raketen abzufeuern, ist vor allem an Silvester eine weit verbreitete Tradition, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen. In Murnau wird außerdem während des Volksfestes der Himmel erleuchtet. Doch offenbar kommen Feuerwerke auch bei privaten Feierlichkeiten, in erster Linie bei Hochzeiten, immer mehr in Mode. Jenny Schröfele kann davon ein Lied singen. Sie wohnt direkt neben dem Restaurant Zum Murnauer, das sich gut sichtbar auf dem Hügel gegenüber dem Volksfestplatz befindet und als „Eventlocation“ gezielt größere Gesellschaften anspricht.

Mehrmals im Jahr entzünden dort Gäste meist zur vorgerückten Stunde und anscheinend ohne Vorankündigung Feuerwerkskörper – sehr zum Missfallen von Schröfele. „Das ist überflüssig und unangemessen“, schimpft die Murnauerin. Grundsätzlich pflege man ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Aber die Ruhestörungen – allein heuer zählte sie drei Fälle – will die Anwohnerin nicht weiter hinnehmen. In einer Beschwerde, die Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) per E-Mail erreicht hat, macht sie ihrem Ärger Luft. Eine Kopie des Schreibens liegt der Redaktion vor. „Man wird völlig unvorbereitet aus dem Schlaf gerissen, ganz zu schweigen von der Tierwelt, die hier in unseren Gärten vehement leidet“, erklärt sie darin. Schröfele ist nach eigenen Angaben in dieser Sache keine Einzelkämpferin. Ihr zur Seite stehe die ebenfalls betroffene Nachbarschaft.

Dazu zählt Stefanie Radkowitz. Die Mutter eines Kleinkinds ist ebenfalls von der Böllerei mitten in der Nacht alles andere als begeistert. „Das ist mehr geworden“, berichtet sie. Jedesmal wache ihr zweieinhalbjähriger Sohn auf und erschrecke sich. Zudem müsse sie die Überreste der abgebrannten Pyrotechnik, die bei ihr im Garten landen, einsammeln und entsorgen. Das Spektakel einmal im Jahr an Silvester reiche doch aus, findet Radkowitz.

Zum-Murnauer-Wirt Benjamin Schmitz zeigt indessen Verständnis für die Proteste – und kündigt an, künftig auf Feuerwerke zu verzichten. Dieses „Agreement“ habe er mit dem Rathaus getroffen. „Das ist erledigt“, sagt der Gastronom, der das Lokal seit 2015 betreibt. Er sei ohnehin kein Freund der lautstarken Lichterschau, denn: „Das ist nicht mehr zeitgemäß“. Er habe bislang nur nach dem Motto „Wenn’s sein muss“ zugestimmt. Die Nachfrage sei aber schon vorhanden, sagt der Geschäftsmann.

Wer es abseits der Silvesternacht – zum Jahreswechsel gilt ein Abbrennverbot im Ober- und Untermarkt sowie beim Hochbehälter Am Eichholz – krachen lassen will, braucht eine Ausnahmegenehmigung. Für Kleinfeuerwerke ist das Ordnungsamt zuständig. Eine Auflage besagt, dass das Ganze bis 22 Uhr beendet sein muss. Nach Angaben der Verwaltung wurden heuer für das Restaurant Zum Murnauer drei entsprechende Ausnahmen erteilt (2018 waren es zwei). Jenny Schröfeles Beschwerde sei bislang die erste. „Dennoch wird der Markt Murnau in Zukunft die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung noch restriktiver handhaben“, teilt die Rathaus-Pressestelle weiter mit.

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