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Teures Pflaster: die Marktgemeinde Murnau. 

Anträge von SPD und „Mehr Bewegen“

Offensive für bezahlbares Wohnen

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Wohnraum zu schaffen, den sich auch Normalverdiener leisten können, ist zum Dauerthema der Murnauer Ortspolitik geworden. Doch die bisher angestoßenen Projekte gehen den Fraktionen von SPD und „Mehr Bewegen“ offenbar nicht weit genug. Sie schlagen in Anträgen weitere Initiativen vor.

Murnau – Das Problem ist bekannt – und beschäftigt Murnaus Kommunalpolitiker seit Jahren: Aufgrund des hohen Zuzugsdrucks ist Wohnraum knapp und teuer. Vor allem Vertreter der unteren und mittleren Einkommensschichten können sich häufig den Ort nicht mehr leisten und müssen wegziehen. Murnau sei auf dem besten Weg, ein Grünwald am Staffelsee zu werden, heißt es. Die Gemeinde versucht gegenzusteuern. In dieser Legislaturperiode wurden drei größere Wohnungsbau-Projekte angepackt oder zumindest angestoßen: an der Eichendorff-Straße, am Längenfeldweg und auf dem James-Loeb-Areal.

„Das reicht nicht“, meint SPD-Gemeinderat Felix Burger, der auch Referent für das Wohnungswesen ist. Er habe allein heuer schon über 20 Anfragen von Menschen erhalten, die keine bezahlbare Unterkunft finden. Zusammen mit seinen beiden Fraktionskollegen Ernst Ochs und Dr. Elisabeth Tworek hat er daher einen umfangreichen Antrag an den Gemeinderat geschickt. Die zentrale Aussage: Die bisher geplanten Projekte seien zwar richtig, nur könnten sie die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht mildern. Dafür bedarf es nach Ansicht der Sozialdemokraten „erheblich mehr Anstrengungen“. Den Genossen schwebt ein breiter Mix an Maßnahmen vor. Sie fordern dazu eine Sondersitzung des Kommunalparlaments und schlagen vor, einen „Zukunftsplan 2050“ zu entwickeln. Burger will die Parteigrenzen überwinden. Alle Fraktionen seien eingeladen, betont er, sich mit Vorschlägen zu beteiligen.

An Ideen mangelt es den SPD-Politikern nicht. Sie bringen unter anderem Sozialwohnungen, eine höhere Zweitwohnungssteuer und eine Tauschbörse für Immobilien ins Spiel. Auch denken sie laut über die Einführung einer „Zweckentfremdungssatzung“ nach, mit der Leerstände eingedämmt werden sollen. „Wir müssen speziell für sozial Schwache und Berufsgruppen wie Pflegekräfte oder auch Arbeitnehmer in der Tourismusbranche oder der Gastronomie bezahlbaren Wohnraum schaffen und erhalten, denn sonst können all diese Bürger nicht nur hier nicht wohnen, sondern wir werden die notwendigen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr bekommen“, steht in dem besagten Schreiben.

„Mehr Bewegen“ bringt ein Thema aufs Tapet, das nach Ansicht der Gruppierung vor allem jungen Murnauer Familien unter den Nägeln brennt: die Schaffung von Wohneigentum. „Immer mehr Murnauer Familien und die junge Generation von Murnauern müssen ihren Heimatort verlassen, da sie bei den heutigen Immobilien- und Grundstückspreisen nicht die Möglichkeit haben, sich Wohneigentum zu leisten, um für sich und die Familie eine Existenz aufzubauen. ,Mehr Bewegen‘ will diese Entwicklung nicht hinnehmen!“, heißt es in einem Antrag, den Phillip Zoepf und Franz Fischer unterschrieben haben. Sie schlagen ein Einheimischenmodell vor. Dies sei dafür geeignet, vergünstigt Bauland der Marktgemeinde an Einheimische zu vergeben und auf diese Weise einem unfreiwilligen Wegzug entgegenzuwirken.

Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) begrüßt den Vorstoß von SPD und „Mehr Bewegen“ – auch wenn es unterschiedliche Ansätze gebe. Aber für den Rathaus-Chef steht fest: „Murnau braucht dringend Wohnungen, damit unsere Gemeinde im Gleichgewicht bleibt. Wir dürfen nicht zulassen, dass Murnauer aufgrund zu hoher Kosten für Wohnraum gezwungen werden, den Ort zu verlassen.“ Er setze auf eine starke Rolle der Kommune, die den Immobilienmarkt nachhaltig organisiert. „Das haben wir bereits gemacht und machen es auch weiterhin. Wir haben den Sozialwohnungsbau gestärkt, schaffen kommunalen Wohnungsbau und erwerben Grundstücke im Rahmen des kooperativen Baulandmodells“, erklärt Beuting. Seiner Ansicht nach erkennen zudem immer mehr Arbeitgeber, dass sie sich im Wohnbau engagieren müssen, um ihre Erfolge sicherzustellen. Auch Einheimischenmodelle seien ein „gutes Mittel“. Außerdem erstelle die Verwaltung einen Demographieplan 2050. Beutings Fazit: „Das Thema Wohnraum ist eine langfristige Aufgabe, die uns immer begleiten wird.“

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