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Theatervorstand Michael Karrasch freut sich auf das Theaterfestival, das am 27. April beginnt.

Auftakt am 27. April im KTM 

Theaterfestival mit buntem Programm

Die Spannung bei allen Beteiligten steigt, denn das Festival des Freien Theaters Murnau steht unmittelbar bevor. Einmal mehr haben die Akteure für ihren Veranstaltungsreigen, der alle zwei Jahre in der Marktgemeinde stattfindet, bis an die Grenzen ihrer Kräfte gearbeitet.

Murnau – Zum Auftakt am kommenden Donnerstag, 27. April, wird der Schirmherr des Festivals, Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler, um 19 Uhr eine Eröffnungsrede im Saal des Kultur- und Tagungszentrums (KTM) halten.

Um 19.30 Uhr ist es dann soweit: Der erste Vorhang wird sich für die Inszenierung „Liliom“ von Ferenc Molnár heben, mit dem das Ensemble des Freie Theaters unter der Regie von Jonas Meyer-Wegener im März bereits mehrfach sehr erfolgreich auf der Bühne stand. „Der Stoff handelt von dem Rummelplatzausrufer Liliom, einer Figur, die in ein kriminelles Milieu abrutscht und sich schließlich im Himmel wiederfindet“, sagt der Vorsitzende der Gruppe, Michael Karrasch. Das bunte Rahmenprogramm wird wiederum vom Murnauer Zirkus Jaloschum gestaltet. Ab 22 Uhr gibt es im Restaurant „Auszeit“ Dixie-Jazz mit den „Staffellake-Jazzfriends“ von Florian Oppenrieder.

Einen großen Auftritt hat heuer die Jugendgruppe des Freien Theaters, die tags darauf Helmut Kraussers „Haltestelle Geister“ inszeniert. „Dieses Stück spielt an einer Haltestelle, an der sich die verschiedensten Charaktere treffen“, wie von Karrasch weiter zu erfahren ist. „Vom Tod ereilt, kehren einige von ihnen als Geister wieder zur Haltestelle zurück und unterhalten sich über die Lebenden“. So entstünden überaus tragikkomische Szenen. Am gleichen Tag wird überdies mit der „Schönen Aussicht“ auch ein Werk Ödön von Horváths zur Aufführung kommen, vom Projekttheater Hall unter der Regie von Hermann Freudenschuss in Szene gesetzt. „Eine nach wie vor gültige satirische Zeichnung menschlicher Verhaltensweisen in Krisensituationen“, wie Karrasch vielsagend bemerkt.

    Wichtig ist ihm der Hinweis auf einen Fehler im Programmheft: Die Lesung „Der „Münchner im Himmel“ mit Sepp Gramer und Hans Hlawatsch in Kargs Bräustüberl findet nicht am Samstag, 29. April, sondern bereits am Freitag, 28. April, um 22 Uhr statt. Umgekehrt ist die szenische Lesung „Berliner Schauze trifft auf Wiener Gosch’n“ mit Nina Alpers, Klaus Tworek und Peter Keller beim Haller im Untermarkt nicht am Freitag, sondern am Samstag um 22 Uhr angesetzt. Für beide Lesungen gilt freier Eintritt.

Ein ganz besonderes Zuckerl für die Freunde des Volkstheaters stellt die Inszenierung von Ludwig Thomas „Erste Klasse“ durch die „Spielergemeinschaft Oberammergau“ unter Leitung von Martin Müller am Samstag, 29. April, um 18 Uhr im KTM dar. Und die Münchner Schauspielerin Monika Manz präsentiert dort anschließend „Erotisches von Oskar Maria Graf“, begleitet von Susanne Weinhöppel an der Harfe. Tradition beim Festival ist eine Lesung mit Siegfried Rauch mit Karl-Valentin-Texten sowie die allabendliche „Late Night“, bei der dieses mal unter anderem die Murnauer Gruppe „Die Sommerfrischler“ mit Klaus Tworek, Hans Hlawatsch und Peter Keller auftreten werden. Wie gewohnt, wird auch der Charakterdarsteller Rauch am Sonntag, 30. April, um 11 Uhr zu seiner beliebten Karl-Valentin-Lesung in das Hotel Alpenhof einladen, musikalisch von Klaus Tworek unterstützt. Thema: „Mäandernde Hirnwindungen“.

Der Kartenvorverkauf wird über die Buchhandlung Gattner, die Drogerie Rebholz, die Tourist-Info im KTM sowie über www.freies-theater-murnau.de abgewickelt.

Eine große Freilichtaufführung an der Schlossmauer plant das Freie Theater im Sommer. Der Großweiler Schauspieler Josef Daser (Neuwirt-Bühne) hat sich angesichts des 150. Geburtsjahres von Ludwig Thoma dessen Roman „Andreas Vöst“ angenommen und ihn in eine Bühnenfassung gebracht, bei der er auch Regie führen wird. Premiere ist am Freitag, 28. Juli, um 20 Uhr, der Vorverkauf läuft.

Heino Herpen

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