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Beengte Verhältnisse: Kommandant Florian Krammer im Feuerwehr-Gerätehaus.

Das alte Gerätehaus platzt aus allen Nähten

Freiwillige Feuerwehr Murnau: Dem neuen Gerätehaus ein Stück näher

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Wieviel Feuerwehr braucht Murnau? Antworten auf diese Frage liefert ein Bedarfsplan, den der Gemeinderat kürzlich beschloss. Die Studie ist zugleich Grundlage für den geplanten Gerätehaus-Neubau. Die schwierige Standortfrage ist jedoch noch ungeklärt.

Murnau – Murnau braucht ein neues Feuerwehrgerätehaus – darüber sind sich alle einig. Denn das alte am Viehmarktplatz platzt aus allen Nähten. Doch wie groß soll das neue Domizil sein? Und welches Raumprogramm ist für die Stützpunktfeuerwehr im nördlichen Landkreis, die rund 100 Aktive zählt und jedes Jahr etwa 200 bis 250 Einsätze absolviert, überhaupt nötig? Um diese Fragen beantworten zu können, ließ die Marktgemeinde erstmals von einem Fachbüro und einem Arbeitskreis einen so genannten Feuerwehrbedarfsplan erarbeiten. Dieser beschreibt genau, welche technische und personelle Ausstattung notwendig ist, um die Fülle an Aufgaben erledigen zu können. Ein zentraler Punkt ist das Fahrzeugkonzept.

Die Ausstattung passt genau - nicht zuviel und nicht zu wenig

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Sitzung des Gemeinderats vorgestellt – und abgesegnet. „Wir haben die ideale Ausstattung“, fasst CSU-Gemeinderat und Feuerwehr-Referent Michael Hosp auf Tagblatt-Nachfrage den Inhalt zusammen. „Es passt genau – nicht zuviel und nicht zu wenig“, sagt der ehemalige Kommandant mit Blick auf den Fuhrpark. Den Murnauer Floriansjüngern stehen neben diversen Anhängern zehn Fahrzeuge zu Verfügung. Bei den Ortsteilfeuerwehren in Hechendorf und Weindorf sind es insgesamt fünf.

Der erste Schritt auf dem Weg zum neuen Feuerwehr-Gerätehaus ist also getan. Jetzt kann die erforderliche Größe bestimmt werden: Benötigt wird eine geräumige Halle mit 16 Stellplätzen, um die besagten Gefährte samt Zubehör unterzubringen. Hinzu kommen weitere Flächen, angefangen bei Werkstätten und Umkleiden bis hin zu Sozialräumen, sanitären Anlagen und einem Lehrraum.

Doch die spannendste Frage – eine Zusatzaufgabe im Rahmen des besagten Bedarfsplans – ist noch ungelöst: Wo soll der Neubau entstehen? „Das wird heiße Diskussionen geben“, ist sich Hosp sicher. Zwei Varianten sind bekanntlich derzeit im Gespräch: das bisherige Areal am Viehmarktplatz oder das am alten Volksfestplatz in der Nähe des Rewe-Marktes. Hosp hofft, dass noch heuer eine Entscheidung gefällt wird, wohin die Reise geht. Wenn alles glatt läuft, könnte seiner Ansicht nach der Komplex 2019 oder 2020 fertig sein.

Eines bleibt offen: die Standortfrage

Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) legt sich in der Standortfrage nicht fest: Man müsse die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen, erklärt er. „Und hierzu bedarf es der Meinung von Fachleuten, des Arbeitskreises sowie der Regierung von Oberbayern. So werden wir am Ende den bestmöglichen Feuerwehr-Standort ermitteln können.“

Die Kameraden würden am liebsten am Viehmarktplatz bleiben, berichtet Kommandant Florian Krammer. Dieser sei für die meisten besser zu erreichen. „Wir sind aber in alle Richtungen offen.“ Entscheidend sei, dass die Mannschaft ein zukunftsfähiges Zuhause bekomme. Die jetzige Situation in dem fast 40 Jahre alten Bauwerk sei nicht mehr zeitgemäß: „Es ist alles zu eng. Wir müssen handeln.“ Aus Sicherheitsgründen seien bereits die Spinde von der Fahrzeughalle in den Lehrsaal verlegt worden.

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