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Kleine Gruppe, dafür umso lauter: die „Fridays for Future“-Demonstranten, hier in der Weindorfer Straße. 

Protestmarsch mit nur rund 40 Teilnehmern 

„Fridays for Future“: Schwache Resonanz bei Demo in Murnau

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Lag es am unglücklich gewählten Termin? Oder lässt das Interesse nach? Zur zweiten Auflage des „Fridays for Future“-Protestmarsches durch Murnau waren nur noch rund 40 Klimaschützer erschienen – deutlich weniger als zur Premiere im April. Die Veranstalter geben sich dennoch kämpferisch.

Murnau – Die Murnauer Demo der weltweit aktiven Jugendbewegung „Fridays for Future“ ist bestens organisiert – und scheint einem professionellen Drehbuch zu folgen. Die Teilnehmer – zu den Kindern und Jugendlichen haben sich auch einige Erwachsene dazugesellt – halten selbst gestaltete Plakate in die Höhe, auf denen beispielsweise steht: „Die Dinos dachten auch, sie hätten mehr Zeit.“ Während des Umzugs werden Sprüche skandiert wie „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp!“

Die Botschaft ist unmissverständlich: Es muss mehr getan werden für den Klimaschutz, um den Planeten zu retten. Die Passanten, an denen die Gruppe vorbeizieht, reagieren unterschiedlich: Einige lächeln nur milde, andere strecken den Daumen nach oben, um ihre Sympathie zu bekunden. Nach nicht mal einer Stunde ist am frühen Freitagnachmittag schon wieder alles vorbei.

Zum zweiten Mal fand nach Schulschluss der Klima-Protest, der auf eine Initiative der 16-jährigen, schwedischen Aktivistin Greta Thunberg zurückgeht, in Murnau statt. Allerdings war die Resonanz eher schwach: Nur rund 40 Klimaschützer schlossen sich dem Umzug an, der in der Weindorfer Straße an den Schulen startete, über die Reschstraße zum Bahnhof und schließlich durch den Tunnel der Entlastungsstraße zum Maibaum am Tengelmann-Center führte. Zur Erinnerung:Im April waren es deutlich mehr; die Polizei zählte damals 250 Demonstranten.

Für den Rückgang kommen verschiedene Erklärungen in Frage. „Das ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt“, meinte Realschuldirektor Ralf Havelka mit Blick auf den Termin. Denn Real- und Mittelschule machten am selben Tag früher Schluss. Und es standen in beiden Bildungseinrichtungen Abschlussfeiern an. Vielleicht lag es aber auch am Badewetter. Oder am Volksfest. Oder an einer nachlassenden „Fridays for Future“-Euphorie.

Wie dem auch sei: Mitveranstalter und „Fridays for Future“-Delegierter Jannick Vitak – der 18-jährige Großweiler machte heuer in Murnau sein Abitur – nahm’s gelassen: „Das passt. Es war von Anfang an klar, dass es nicht so viele werden. Aber dafür waren wir umso lauter.“ Der Termin sei in der Tat nicht ideal gewesen. Aber es sei darum gegangen, sich vor den Sommerferien noch einmal in Erinnerung zu rufen. Im neuen Schuljahr soll’s verstärkt weitergehen – mit ein bis zwei Demos pro Monat.

In einem Punkt zeigte sich das Organisationsteam lernfähig: Der dieselbetriebene Kleinbus, der im April als Begleitfahrzeug im Einsatz war, blieb diesmal in der Garage – und die Musik- und Mikrofonanlage, die mithilfe eines Benzin-Aggregats läuft, stumm. Ein vorbildlicher Beitrag zur CO2-Vermeidung.

Die Unterstützer waren mit Feuereifer dabei: „Ich bin total begeistert, dass es ,Fridays for Future‘ gibt“, meinte Helena Renner aus Ohlstadt. „Das muss am Laufen gehalten werden.“ Auch der Murnauer Sebastian Geiersberger steht hinter der Bewegung, denn die Kinder legen seiner Ansicht nach den Finger genau auf den wunden Punkt. Es werde einfach viel zu viel Energie verbraucht.

Laut Polizei ging der Protestmarsch aus verkehrstechnischer Sicht problemlos über die Bühne. „Man merkt, dass die Veranstalter Routine haben“, sagte Jürgen Kettl, Vize-Chef der Murnauer Inspektion. Die betroffenen Straßen mussten kurzfristig gesperrt werden.

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