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An der Spitze des Umzugs: die Kutschen des Staatsgestüts Schwaiganger mit den Ehrengästen.
Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.
Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau.
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Bilder von der Leonhardifahrt in Murnau/Froschhauser.

Froschhauser Pferde-Wallfahrt bei Regen und Kälte

Leonhardifahrer trotzen dem Schmuddelwetter 

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Das Wetter kann man sich nicht aussuchen: Der Herbst präsentierte sich zur Froschhauser Leonhardifahrt kalt und verregnet. Das schreckte jedoch Wallfahrer und Zuschauer nicht ab.

Murnau/Froschhausen – Eingefleischte Leonhardifahrer sind hart im Nehmen, schlechtes Wetter bringt sie nicht so schnell aus der Fassung. Diese Eigenschaft stellten sie bei der Froschhauser Pferde-Prozession, die heuer zum 90. Mal stattfand, eindrucksvoll unter Beweis: Rund 950 Wagenlenker, Reiter und sonstige Teilnehmer – darunter vor allem Mitglieder der Traditionsvereine aus dem Staffelsee-Gebiet – trotzten am Vormittag dem nasskalten Wetter und sorgten für eine imposante Wallfahrt.

Ein Kompromiss wurde aber aufgrund der widrigen Witterung dennoch eingegangen: Nach dem Umzug durch Murnaus „gute Stube“ und der Segnung am Feldkreuz im Ortsteil Froschhausen fand dort nur der erste Teil der Messe im Freien auf einer Wiese statt. Die Eucharistiefeier wurde in die Rokokokirche St. Leonhard verlegt.

Mit der Fahrt zu Ehren des Heiligen Leonhards, dem Schutzpatron aller Nutztiere, bitten die Gläubigen um den Segen Gottes. Die Traditionsveranstaltung, die in Murnau ohne Zwischenfälle verlief, wurde nach Schätzung der Polizei von etwa 2500 Besuchern verfolgt – deutlich weniger als 2016. Damals war von rund 4000 die Rede - obwohl das Wetter auch schlecht war.

Wie dem auch sei: Franz Neuner, Erster Vorsitzender des über 260 Mitglieder starken Froschhauser Leonhardivereins, der das Hochfest der Pferdefreunde jedes Jahr mit viel Herzblut und ehrenamtlichem Engagement auf die Beine stellt, zieht eine positive Bilanz: „Ich bin total zufrieden. Schönes Wetter wäre uns natürlich lieber gewesen. Aber das haben wir nicht in der Hand.“ Es freue ihn, dass so viele aus Überzeugung mitmachten. Die Froschhauser Leonhardifahrt ist in seinen Augen etwas Besonderes, weil sie „ruhig und traditionell“ sei – und einfach „griabig“.

In der Tat war der Festzug, der sich in der Murnauer Ortsmitte gegen 9 Uhr in Bewegung setzte, eindrucksvoll. An den Zuschauern, die sich vorwiegend im Ober- und Untermarkt an den Straßenrändern versammelt hatten, zogen rund 65 Wagen und elf Kapellen vorbei. Den Zug führten die berittene Polizei, die Vorreiter und die Kutschen des Staatsgestüts Schwaiganger mit den Ehrengästen an. Dazu zählten neben den Kirchenvertretern Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Die Mitwirkenden hatten im Vorfeld viel Zeit investiert: Die 350 Rösser waren herausgeputzt – und die Themen- und Motivwagen festlich geschmückt. Darauf waren beispielsweise kleine Modelle der Gotteshäuser aus Murnau und Umgebung sowie handwerkliche Szenen zu sehen.

Die Besucher waren begeistert: „Das ist eine einmalige Sache. Da steckt viel Idealismus drin“, meinte Peter Ostermeier aus Oberammergau. „Das ist immer ein Highlight“, sagte dazu der Murnauer Gemeinderat Reiner Oppelt („Mehr bewegen“). Er finde es gut, dass Kinder und Jugendliche diese Tradition pflegten.

Und was spornt die Wallfahrer an? Der Großweiler Günter Ott ist ein alter Hase. Seit nunmehr 35 Jahren ist der ehemalige Mitarbeiter des Staatsgestüts Schwaiganger mit von der Partie. Der 72-Jährige befindet sich zwar längst im Ruhestand, sitzt aber immer noch gerne in seiner schmucken Galauniform auf dem Kutschbock. Ott: „Das ist immer wieder schön. Es geht einem was ab, wenn man nicht dabei ist.“ So ähnlich sieht es Elisabeth Goldhofer aus Aidling, eine der Vorreiterinnen: „Wenn man mit den Pferden verbunden ist, dann ist das einfach wichtig.“

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