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Kontrollaktion in der Murnauer Fußgängerzone: 17 Verstöße in einer Stunde

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Erstmals fand in der Murnauer Fußgängerzone eine solche Kontrollaktion statt.
Erstmals fand in der Murnauer Fußgängerzone eine solche Kontrollaktion statt. © Zweckverband

Bei einer Sicherheitsaktion in der Murnauer Fußgängerzone haben Kontrolleure in einer Stunde 17 Verkehrssünder ertappt, die gegen das Durchfahrtsverbot verstoßen haben – 16 Radler und einen Pkw-Lenker. Zuletzt hatten sich Klagen und gefährliche Beinahe-Unfälle gehäuft.

Murnau – Immer wieder war es zuletzt zu brenzligen Situationen gekommen – also stand am Freitag eine Premiere an: Erstmals hat der Zweckverband Kommunale Dienste Oberland das Durchfahrtsverbot in der Murnauer Fußgängerzone kontrolliert – eine Sicherheitsaktion zum Schutz der Fußgänger. Denn Radfahrer müssen hier generell absteigen und schieben. Lieferverkehr bis 7.5 Tonnen darf nur zwischen 6 und 10 und von 13 bis 14 einfahren. Der Zweckverband trat bei dieser Überwachung im Auftrag der Marktgemeinde Murnau in Aktion. Im Einsatz waren im Bereich Obermarkt zwei Verkehrsüberwacher des Zweckverbands, unterstützt von Polizeihauptkommissar Michael Decker von der Inspektion Murnau sowie dem Leiter des Ordnungsamts, Florian Krammer.

17 Ordnungswidrigkeiten in einer Stunde - nun soll eine „Kontrollserie“ folgen

Das Ergebnis: Innerhalb von rund einer Stunde Kontrollzeit am Vormittag wurden insgesamt 17 Ordnungswidrigkeiten registriert – 16 Radfahrer und ein Pkw-Lenker missachteten das Verbot. „Fußgängerinnen und Fußgänger haben hier Vorfahrt“, betont Thorsten Preßler, Leiter Außendienst und stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes. Er kündigt in einer Pressemitteilung seiner Organisation an: „Dies war der Auftakt einer regelmäßigen Kontrollserie an dieser Stelle durch unsere Verkehrsüberwacher im Sinne von mehr Sicherheit.“

Fußgängerzone Murnau: Gehäuft Beschwerden nach gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen

In der Vergangenheit hatten sich „Beschwerden über Beobachtungen von gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen gehäuft“, erklärt Preßler den Hintergrund der Aktion. „Hier müssen wir als Verkehrsüberwacher zweifellos tätig werden. Dabei wollte man vor allem auch aufklären und an die Vernunft der Radler um Rücksichtnahme appellieren.“ Dies sei auf offene Ohren gestoßen. Die Angehaltenen, so Preßler, hätten sich im Gespräch sehr einsichtig und verständnisvoll gezeigt. Daher habe man am Freitag bei dieser ersten Aktion nur mündlich verwarnt. In der Regel wird es teuer: Normalerweise müssten Radler, die erwischt werden, 25 Euro und Autofahrer, die unerlaubt in der Fußgängerzone unterwegs sind, 50 Euro zahlen, erklärt Preßler. Er meint: „Die künftige regelmäßige Präsenz der Verkehrsüberwacher an dieser Stelle wird Früchte tragen und ein Stück mehr Sicherheit in der Fußgängerzone bringen.“

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