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Präsentieren die neue Unternehmer-Plattform: (v. l.) Bürgermeister Rolf Beuting, Guntram Gattner, Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins, und Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger. 

Neue Initiative der Wirtschaftsförderung

Gemeinde plant Netzwerk für Unternehmer

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Die Marktgemeinde Murnau will die Unternehmen des Ortes fit machen für die Zukunft. Dazu soll ein Wirtschaftsforum ins Leben gerufen werden – ein Netzwerk, das drängende Themen wie die Digitalisierung oder den Fachkräftemangel aufgreift. Am 26. März fällt der offizielle Startschuss.

Murnau – Schnelle Bildschnitte, dynamische Musik und kurze Filmschnipsel aus der Firmenwelt: In einem auf Facebook veröffentlichten Videoclip rühren Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) sowie seine beiden Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger und Miriam Seidel kräftig die Werbetrommel für das geplante Wirtschaftsforum – eine neue Initiative der Wirtschaftsförderung des Marktes. Die selbstgesteckten Ziele sind hoch: Entstehen soll ein Netzwerk von regionalen Unternehmen und Freiberuflern, das mehr bietet als nur den Austausch von Visitenkarten. Die Kommune als Veranstalterin stellt sich vielmehr eine Plattform vor, die Treffen und Kooperationen ermöglicht, Informationen und Schulungen anbietet sowie konkrete Projekte anstößt. Daran teilnehmen können Vertreter aller Branchen; als Kooperationspartner steht der Wirtschaftsförderverein zur Seite. Für die Organisation ist Rathaus-Mitarbeiterin Seidel zuständig. Das Konzept wurde im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Nach der Gründung des Innovationsquartiers, in dem bekanntlich vor allem junge Startups der Kreativbranche gefördert werden, sei das besagte Forum der nächste Schritt, um den Wirtschaftsstandort Murnau zu stärken, heißt es in einer Pressemitteilung. „Gemeinsam werden die Herausforderungen der Zukunft angegangen.“ Beuting hat Großes vor: „Es geht langfristig darum, den Ort zu einer Marke zu machen“, sagt er. An Herausforderungen, mit denen die heimische Wirtschaft zu kämpfen hat, mangelt es nicht: Beuting nennt als Beispiele den Fachkräftemangel als Folge des demografischen Wandels, die Abwanderung junger Menschen in die Ballungszentren, den Bedarf an neuen Formen der Mobilität und schließlich die Digitalisierung. Gerade von dieser erhofft er sich starke Impulse für den ländlichen Raum.

Am kommenden Dienstag, 26. März, geht’s los: Dann findet um 19 Uhr im Kultur- und Tagungszentrum die Auftaktveranstaltung statt – mit prominenter Unterstützung. Zu Gast ist Daniel Domscheit-Berg, Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. Der Informatiker wird einen Überblick über die Themen Digitalisierung, Netzneutralität und die Anforderungen an die Infrastruktur im Zeitalter des Internets der Dinge geben. Das Interesse ist vorhanden: Von den rund 1400 Murnauer Gewerbetreibenden, die in der Verwaltung registriert sind, haben sich bereits 130 angemeldet.

Wirtschaftsförderer Bittlinger ist es ein Anliegen, dass sich nicht nur Firmen aus dem Markt angesprochen fühlen. Das Projekt sei für die gesamte Region gedacht. Geplant seien zehn Veranstaltungen pro Jahr, wovon vier der Wirtschaftsförderverein übernimmt. Zum Start will man sich näher mit der digitalen Welt beschäftigen. Dabei soll es beispielsweise um Kryptowährung, künstliche Intelligenz und soziale Medien gehen.

Buchhändler Guntram Gattner, Chef des Wirtschaftsfördervereins, begrüßt den Vorstoß und sieht auf vielen Gebieten Handlungsbedarf. Wichtige Projekte seien etwa das Standortmarketing oder der digitale Zahlungsverkehr.

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