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Ein erster konkreter Vorschlag: Die Freien Wähler können sich, wie auf dieser Skizze gut zu erkennen ist, in der Murnauer Bucht einen öffentlichen Liegebereich, eine zentrale Gastronomie und das bisherige Strandbad vorstellen. Die rote Fläche in der Mitte ist ein Privatgrundstück mit Zufahrt.

Klausurtagung des Gemeinderats

Gesucht: Konzept für Murnauer Bucht

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Was soll aus der Murnauer Bucht werden? Mit dieser schwierigen Frage beschäftigen sich Gemeinderäte und Vertreter der Verwaltung auf einer zweitägigen Klausurtagung im Kloster Irsee. Die Freien Wähler haben ihr Konzept bereits veröffentlicht.

Murnau – Die Murnauer Bucht ist ein Rohdiamant – darüber sind sich alle einig. Der Uferstreifen am Staffelsee mit dem Strandbad und der Anlegestelle für die MS Seehausen ist zwar nur um die 200 Meter lang. Doch das Freizeitgelände hat „erhebliches Entwicklungspotenzial“, wie es im kürzlich verabschiedeten, neuen Tourismusleitbild heißt. Seit Jahren beschäftigt sich die Ortspolitik mit dem Thema – und ist fest entschlossen, eine Neugestaltung in Angriff zu nehmen.

Doch die vielen offenen Fragen haben es in sich. Dabei geht es nicht nur um die Bade- und Freizeitmöglichkeiten auf dem bei Einheimischen und Gästen beliebten Areal. Ungeklärt ist beispielsweise auch, wie dort in Zukunft das gastronomische Angebot aussehen und das gerade im Sommer hohe Verkehrsaufkommen geregelt werden soll. Erschwerend kommt hinzu, dass inmitten des Geländes ein Privatgrundstück liegt, auf das die Kommune offenbar keinen Zugriff hat. Das macht die Sache nicht leichter.

Dennoch soll jetzt das wahrscheinlich sehr kostspielige Mammutvorhaben vorangebracht werden. Mitglieder des Gemeinderats und Mitarbeiter der Verwaltung ziehen sich am Samstag und Sonntag, 30. und 31. März, zu einer Klausurtagung im Kloster Irsee zurück. Hinter den Mauern des Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrums sollen „Ziele und Eckdaten für die Überplanung“ festgelegt werden, erklärt die Rathaus-Verwaltung auf Nachfrage. Dann habe man die Möglichkeit, in eine „konkrete städtebauliche Planung“ einzusteigen.

„Die Murnauer Bucht ist ein ganz besonderer Platz für Murnau“, sagt Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Man dürfe diesen Bereich daher nicht nur als touristisches Gebiet sehen. „Mir ist es ein großes Anliegen, dass die Attraktivität der Murnauer Bucht auch für die heimische Bevölkerung gesteigert wird. Wir haben nur wenige freie Seezugänge und Liegewiesen. Diese gilt es unbedingt zu erhalten“, erklärt der Rathaus-Chef.

An Ideen, was aus dem Abschnitt werden soll, mangelt es nicht. Die Freien Wähler haben auf ihrer Homepage schon mal einen „Konzeptvorschlag“ veröffentlicht. Die Bucht sei ein „Juwel“, schwärmt Welf Probst, Vorsitzender und Fraktionschef der Gruppe. Dieses müsse man viel besser nutzen. Drei Hauptelemente stehen bei diesen Überlegungen im Mittelpunkt: Im Süden ein öffentlicher Liegebereich mit Seezugang; in der Mitte ein zentrales, zweistöckiges Gebäude mit Biergarten, das ein Restaurant, einen Kiosk und weitere Infrastruktur wie Toiletten beheimatet; und im Norden wie bisher das Strandbad, das bei Bedarf um eine kleine Wellness-Einrichtung erweitert werden könnte. Die in die Jahre gekommenen Gebäude würden dann allerdings verschwinden. Außerdem müssten Parkplätze wegfallen. „Die Fläche ist dafür einfach zu schade, und ein Ersatz müsste im Osten der Anlage geschaffen werden“, argumentieren die Freien Wähler. Sie sind sich sicher: „Mit dieser Idee wären alle Nutzungen berücksichtigt und eine wirtschaftliche Handhabung des Betriebes dort dann auch in der Winterzeit darstellbar.“

Doch es gibt in der Ortspolitik auch andere Gedankenspiele: Etwa der „Mehr Bewegen“-Fraktion, die sich das Thema Murnauer Bucht dick auf die Fahne geschrieben hat, schwebt eine große Lösung vor, die auch die Fußballplätze miteinbezieht. Natürlich müsste man dann mit dem TSV über einen Ersatz sprechen, meint Sprecher Phillip Zoepf. Das Strandbad, ein öffentlicher Liegebereich und eine ganzjährige Gastronomie sind auch bei „Mehr Bewegen“ zentrale Anliegen. Wichtig sei es, so Zoepf, das Ganze nicht zu überfrachten, sondern ein parkähnliches Erholungs- und Freizeitgelände zu schaffen.

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