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Das Nonplusultra in Sachen Geschwindigkeit: Glasfaserleitungen. Hier ein Agenturbild eines Arbeiters, der Glasfaser-Leerrohre bündelt.

Fraktion „Mehr bewegen“ stellt Antrag

Glasfaserausbau in Murnau: Schneller auf der Daten-Autobahn

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Ein schnelles Internet wird immer mehr zu einem Standortvorteil. Die „Mehr bewegen“-Fraktion will daher Murnau fit für die Zukunft machen und fordert eine „Breitband-Offensive“. Das ehrgeizige Ziel: Glasfaser-Anschlüsse für alle Haushalte.

Murnau – Der Bedarf an schnellen Internet-Verbindungen wächst und wächst. Das betrifft Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie etwa Verwaltungen und Schulen. Schließlich werden die Anwendungen immer umfangreicher, angefangen beim normalen Surfen und Telefonieren bis hin zu Cloud Computing und Streaming-Diensten für Filme und Musik.

In Murnau wurde und wird bereits in den Breitbandausbau investiert. Die Deutsche Telekom als Netzbetreiberin ist nach Auskunft der Rathaus-Verwaltung dabei, Glasfaserkabel zu den Verteilerkästen zu verlegen – eine Technologie, die derzeit in Sachen Geschwindigkeit das Nonplusultra ist. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch die meisten Hausanschlüsse – das ist der springende Punkt – bestehen noch aus langsameren Kupferleitungen, die den Datenstrom ausbremsen.

Für Phillip Zoepf, Sprecher der Gemeinderatsfraktion „Mehr bewegen“, steht daher fest: Murnau müsse auf diesem Gebiet Gas geben und in eine schnellere Daten-Autobahn investieren. „Wenn wir nicht rechtzeitig aufspringen, dann verpassen wir die Zukunft“, sagt der Ortspolitiker, der selbst in der Telekommunikationsbranche tätig ist. Zoepf ist sich sicher, dass der Breitbandbedarf in den kommenden Jahren weiter enorm zulegen wird. Daher müsse man auch die „letzte Meile“ mit Glasfaser erschließen, damit jeder Nutzer in den Genuss des Turbo-Internets komme. Auch die Bundesregierung, argumentiert Zoepf, setze auf die Gasfaser als „Technologieziel“ und stelle hierfür Fördermittel bereit.

In einer Pressemitteilung macht sich daher „Mehr bewegen“ für eine „Breitband-Offensive“ in Murnau stark. Konkret hat die Gruppierung einen Antrag an den Gemeinderat gestellt, in dem sie zuerst die Erstellung eines Masterplans zum Glasfaserausbau fordert. Dieser soll unter anderem einen zeitlichen Fahrplan aufzeigen und eine Kostenschätzung beinhalten. Mit Zahlen hält sich Zoepf zurück. Nur soviel: Der Ausbau dürfte seiner Ansicht nach Millionen kosten und sollte in den nächsten Jahren umgesetzt werde.

Der Volksvertreter glaubt nicht, dass private Netzbetreiber aktiv werden. „Das muss der Markt selbst in die Hand nehmen“, sagt er. Allerdings seien staatliche Zuschüsse zu erwarten. Die Gemeinde könnte dann das eigene Netz an einen oder mehrere Betreiber verpachten und Einnahmen erzielen. Oder die Gemeindewerke übernehmen, so ein weiterer Vorschlag, die Vermarktung. „Das wäre der Königsweg“, meint Zoepf. Dann bliebe die komplette Wertschöpfung im Ort.

Im Rathaus rennt Zoepf mit seinem Anliegen offene Türen ein. Der Breitbandausbau sei ein „sehr wichtiges Infrastrukturthema“, sagt Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). „Wir freuen uns über den Antrag der Fraktion ,Mehr bewegen’. Eine möglichst flächendeckende Versorgung Murnaus mit der Möglichkeit eines schnellen Austausches auch großer Datenmengen ist für die Attraktivität Murnaus sowohl für die Wirtschaft als auch für die Bürger von enormer Bedeutung. Wir dürfen die Zukunft nicht an uns vorbeiziehen lassen, deshalb haben wir das Thema bereits angepackt.“ Beispielsweise haben die Gemeindewerke im Zuge des Fernwärme-Projekts schon Leerrohre für die Glasfaserkabel mitverlegt, um ein nochmaliges Aufbrechen der Straßen zu vermeiden.

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