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Im Bau: das neue Eingangsgebäude an der Glentleiten, hier eine Aufnahme vom Mai. Am 21. Juni wird Richtfest gefeiert.

Entscheidung fällt im September

Glentleiten-Gastronomie: Wer wird Wirt?

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Die Gastronomie in der Region erhält ein neues Leuchtturmprojekt: die große Gaststätte mit Schaubrauerei im Freilichtmuseum Glentleiten. Im September soll der Betreiber des Erlebnis-Lokals feststehen. Erste Namen kursieren bereits.

Großweil – Das Freilichtmuseum Glentleiten zählt zu den Top-Ausflugszielen in der Region Murnau. Rund 135.000 Besucher zieht das weitläufige Gelände oberhalb von Großweil pro Jahr an. Die Gäste streifen durch historische Gebäude, genießen die grandiose Aussicht und kehren in vielen Fällen ein: im Starkerer Stadel (140 Plätze innen, 260 im Freien), im Kramerladen oder im Biergarten am Salettl.

Zum nächsten Saisonstart an Josefi im März 2018 wird eine andere Zeitrechnung beginnen: Dann eröffnet die Gastronomie mit Schaubrauerei im neuen, rund 13,5 Millionen Euro teuren Eingangsgebäude, das zudem Platz für Empfang, Kasse, Museumsladen und Ausstellungsräume bietet. Die Arbeiten liegen im Zeit- und im Kostenplan, am 21. Juni wird Richtfest gefeiert. Mit 200 Sitzplätzen im Inneren und rund 150 im Biergarten gehört das Lokal nicht zu den kleinen Wirtshäusern im Umland. Wer künftig als Pächter das Sagen hat, ist noch offen. Hinter den Kulissen ist das Betreiber-Rennen um die Gastronomie in vollem Gange. Die Ausschreibungsphase läuft, bis 10. Mai konnten Interessierte sich um Lokal und Schaubrauerei bewerben. Über einige Details breiten die Verantwortlichen des Museumsträgers Bezirk Oberbayern mit Hinweis auf „die Wettbewerbssituation“ den Mantel des Schweigens. Rund 20 Mal, verrät Susanne Büllesbach immerhin, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bezirks, „wurden die Unterlagen angefragt“. Offen bleibt, wie viele Interessierte ihren Hut in den Ring warfen. Büllesbach bestätigt nur: Es gibt mehr als einen Kandidaten.

Gastronomie und Schaubrauerei sollen „idealerweise an einen Bewerber“ gehen, sagt Büllesbach. Explizit in der Ausschreibung erwähnt sei, dass die Gaststätte „eine eindeutig oberbayerische Ausrichtung haben und ein Bier gebraut werden soll, das es in Oberbayern gibt“ – also eher Weißbier als Pils. In Murnau wird hinter vorgehaltener Hand der Name Karg genannt. In der alt eingesessenen Murnauer Familienbrauerei, die keine zwölf Kilometer vom Museum entfernt ihr Weißbier produziert, soll die Pächtersuche Aufmerksamkeit erregt haben. Angeblich gehörten die Karg-Vertreter zum Kreis derer, die Unterlagen anforderten. Geschäftsführerin Victoria Schubert-Rapp möchte zum Thema „offiziell nichts sagen“.

Abgewunken hat Rudi Schmid, der seit 1988 den Starkerer Stadel führt und sich Ende des Jahres verabschiedet. Dieser Teil der alten Museumsgastronomie ist mit dem neuen Angebot hinfällig; Kramerladen und Biergarten am Salettl sollen dagegen bestehen bleiben.

Die Betreiber-Entscheidung wird der Bezirksausschuss, der öffentlich tagt, in seiner Sitzung am 27. September fällen – damit der Pächter noch Einfluss auf die Ausstattung nehmen kann. Zuvor werden Interessenten zu Verhandlungen geladen, man treffe eine „gewisse Vorauswahl“, sagt Büllesbach. „Wir haben Vorstellungen, wie Gastronomie und Schaubrauerei geführt werden.“ Also sucht der Bezirk Kandidaten, die diesen am nächsten kommen.

Die Branche verfolgt die Geschehnisse an der Glentleiten aufmerksam. „Wir begrüßen jede Qualitätsverbesserung“, sagt Christian Bär, Chef des Murnauer Luxus-Hotels Alpenhof – und jede Investition: „Die Glentleiten ist und bleibt ein Aushängeschild und ein richtiges Publikumsmagnet für unsere Gäste.“

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