KATWARN ausgelöst! Schwere Unwetter in Bayern

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„Kein Restaurantleiter“: Rudi Schmid.

Institution des Freilichtmuseums Glentleiten sattelt um 

„Ich will Wirt sein, nichts anderes“

Er ist der dienstälteste Mitarbeiter im Freilichtmuseum Glentleiten: Wirt Rudi Schmid vom Starkerer Stadel. Diese Ära ist bald vorbei.

Großweil – Das Freilichtmuseum Glentleiten existiert seit 1976. Seit 1988 gibt es die Museumsgaststätte Starkerer Stadel, ein sogenannter Bundwerkstadel, der in seinem „früheren Leben“ in Altötting gestanden war. Von Anfang an führt der gelernte Metzgermeister Rudi Schmid die Gaststätte und ist sowohl auf die 29 Dienstjahre als auch die örtliche Verwurzelung als Museumsmitarbeiter „richtig stolz“. Der 62-Jährige stammt aus dem Großweiler Neuwirt und ist Gründungsmitglied der bekannten Neuwirtbühne.

Zum 1. Juni startet Schmid ein neues Kapitel als Gastronom. Er wird Wirt der Oskar-von-Miller-Einkehr, der offiziellen Gastronomie des Informationszentrums Walchenseekraftwerk in Altjoch. Den Starker Stadel wird Schmid noch bis Dezember mitführen. Dann endet der Pachtvertrag, der zuletzt ohnehin nur noch jahresweise verlängert wurde. „Ich wusste also, was auf mich zukommt.“

Schmid hätte sich auch für die neue Museumsgaststätte bewerben können, die derzeit oberhalb des Starkerer Stadels entsteht. „Das ist aber nicht mehr meins“, sagt Schmid und verweist auf die Vorgaben der Ausschreibung. Die neue Gaststätte werde längere Öffnungszeiten haben, da müsse man mit zwei Schichten Personal arbeiten. Und letzteres sei ohnehin nur schwer zu bekommen. Gefordert sei auch die Zusammenarbeit mit einer Brauerei, um vor Ort brauen zu können. Mit vertraglich vereinbarten Absatzmengen, was Schmid schwer im Magen liegt. „Da sind Auseinandersetzungen programmiert.“ Die umfangreiche Projektausschreibung lässt den 62-Jährigen eher an das Anforderungsprofil eines Restaurantleiters denken als an das eines Wirts. „Und der möchte ich sein, nichts anderes.“

Schmid scheidet mit viel Wehmut von seinem Lebenswerk Starkerer Stadel, macht aber kein Hehl daraus, dass sich auf der Glentleiten ohnehin viel geändert hat. „Die Grundstimmung im Museum ist nicht mehr gut. Das habe ich ihnen auch gesagt.“

Mit 62 Jahren sei er eigentlich in dem Alter, in dem man langsam ans Aufhören denken kann. Stattdessen wird er mit Frau Anna und Tochter Eva eine Nummer kleiner im Nachbarort an die Arbeit gehen. Am 1. Juni eröffnet die Oskar-von-Miller-Einkehr. Verpächter ist der Energiekonzern Uniper.

Statt 300 Plätzen hat er in seiner künftigen Gaststätte 120 Plätze (innen und außen). Täglich außer montags von Mai bis Oktober wird von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein. Außerhalb der Saison hat Schmid alle Freiheiten, um Veranstaltungen außer der Reihe zu machen.

Christoph Schnitzer

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