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Großprojekt am Staffelsee: Um- und Neubauten am Murnauer Seniorenheim sollen 2026 abgeschlossen sein

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Von: Roland Lory

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Bau aus den 1970er-Jahren: Das Seniorenheim am Garhöll soll renoviert werden. Anschließend will man dort Betreutes Wohnen anbieten. Unten am See wird neu gebaut.
Bau aus den 1970er-Jahren: Das Seniorenheim am Garhöll soll renoviert werden. Anschließend will man dort Betreutes Wohnen anbieten. Unten am See wird neu gebaut. © Bartl

Ein aufwendiges Projekt beschäftigt seit Monaten die Behörden und Investoren. Es geht um Neu- und Umbauten am Seniorenheim Garhöll sowie unten am Staffelsee. Das Bayerische Rote Kreuz und ein Partner wollen noch heuer die Baupläne einreichen. Wann die Bagger anrollen, ist momentan unklar.

Murnau/Seehausen – Wie viele Stunden er heuer in das Projekt investiert hat? „Das kann ich nicht mehr zählen“, sagt Christian Pietig, Geschäftsführer der Sozialservice-Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes.

Diese hat – zusammen mit dem Partner Terragon AG – Großes vor. Am Garhöll und unten am Staffelsee sind Neubauten und Umbauten geplant. Nach derzeitigem Stand wird dies alles 50 bis 60 Millionen Euro kosten. „Es ist aufwändig, weil zwei Gemeinden beteiligt sind“, erklärt Pietig. Nämlich Murnau und Seehausen. In einer gemeinsamen Sitzung hat man beiden Gemeinderäten das Projekt vorgestellt. Auch das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen ist im Bilde. Erst gestern gab es eine erneute Zusammenkunft – coronabedingt als Teams-Sitzung. „Alle beteiligten Stellen äußern sich positiv zu dem Projekt“, betont Olaf Urban-Rühmeier, Referent Unternehmenskommunikation bei der Terragon AG. „Es ist beabsichtigt, noch dieses Jahr die Bauplanungen einzureichen.“

Erster Schritt: Neubau der stationären Pflege

Ob das klappt, wird man sehen. Pietig hofft, dass nächstes Jahr die Bagger anrollen, „aber das wird wohl nicht gelingen“. Anfang 2023 soll es dann aber spätestens so weit sein. Andreas Müller, Projektleiter bei der Terragon, denkt, dass das Gesamtprojekt 2026 abgeschlossen ist, wenn alles läuft wie geplant. „Wichtig ist, mit dem Pflegeheim schnell anzufangen.“ Der Neubau einer stationären Pflege unten am See ist der erste Schritt. Die „favorisierte Variante“ ist laut Pietig ein Haus mit 100 Plätzen für stationäre Pflege mit einer Demenzabteilung plus 15 Plätze für Tagespflege. Wenn der Bau steht, könnten die Garhöll-Bewohner nach unten umziehen. Danach soll das bestehende Seniorenheim renoviert werden. Ist dies passiert, will man dort Betreutes Wohnen anbieten. Unten am Staffelsee auf Seehauser Flur soll zudem der Bestand abgerissen werden und an selber Stelle ein Gebäude für Service-Wohnen entstehen. Dem Personal will man etwas bieten. „Es werden deutlich mehr Mitarbeiterwohnungen als bisher“, erklärt Pietig.

Seehausens Bürgermeister Markus Hörmann (CSU) betont, dass seine Kommune und Murnau gerne eine Gesamtplanung hätten. Beide sähen das Vorhaben als „Gemeinschaftsprojekt“. Laut Hörmann sind „noch einige nicht unwesentliche Detailfragen zu klären“. Da geht es um die Themen Verkehr, Erschließung, Parkplätze, Feuerwehrzufahrten und manches mehr.

Landratsamt hält sich bedeckt

Der Kreisbehörde wurden einige Planungsvarianten vorgestellt, sie hält sich mit konkreten Aussagen jedoch zurück. „Das Landratsamt befindet sich in konstruktiven Gesprächen mit den Beteiligten“, erklärt Pressesprecher Stephan Scharf. Eine Bewertung sei in diesem frühen Stadium aber noch nicht möglich. „Diese kann erst erfolgen, wenn ein verbindlicher Antrag auf Vorbescheid oder Baugenehmigung gestellt wird.“ Ähnlich klingt die Antwort aus dem Murnauer Rathaus. Die Gemeinde „kann noch keine Aussage zu den Plänen machen, weil sie noch nicht vorliegen“, teilt Sprecherin Annika Röttinger mit.

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