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Auf diesem Gelände an der Dr.-Schalk-Straße in Murnau sollen 20 Häuser errichtet werden. Im Hintergrund ist die Realschule zu sehen. 

Privatleute wollen 20 Häuser errichten 

An der Murnauer Realschule:  Wohnungsbau im großen Stil

Nicht nur die Marktgemeinde Murnau nimmt sich des Themas Wohnbau an. Auch private Grundeigentümer tun dies. Nördlich der Realschule im Blauen Land sollen zahlreiche Häuser entstehen.

Murnau – Der Tagesordnungspunkt im Murnauer Bauausschuss klang eigentlich unspektakulär. Doch hinter dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes „Dr.-Schalk-Straße“ steht ein Wohnbauprojekt stattlicher Größe. Auf der Wiese nördlich der Realschule sollen zwölf Reihenhäuser sowie acht Doppelhäuser errichtet werden. Die geschätzte Gesamtwohnfläche beträgt fast 3000 Quadratmeter. 

Der Antragsteller ist nach Angaben der Verwaltung „in konkrete Bauplanungen eingetreten“. Dabei habe er festgestellt, dass gemäß dem Bebauungsplan sämtliche Stellplätze für die nordseitige Bebauung im Erdgeschoss des Hauptgebäudes untergebracht werden sollen. Ziel der Planänderung ist es, Carports zu schaffen, die der Häuserzeile vorgelagert sind.

Der Bauausschuss hatte drei Varianten zur Auswahl. Am Ende entschied sich das Gremium einmütig für Lösung drei. Demnach soll im Norden ein circa fünf Meter breites Vorfeld als Puffer zum öffentlichen Raum entstehen, um das direkte Ausfahren aus den Carports in den öffentlichen Raum zu vermeiden. Unter dieser Voraussetzung könnten auch geschlossene Garagen realisiert werden, heißt es seitens der Verwaltung. Josef Gramer (CSU/fraktionslos) gefiel diese Variante. „Da kann man guten Gewissens zustimmen.“

CSU-Rat Johann Scherrer begrüßte die Änderung des Bebauungsplans, „weil der Dachausbau erfolgen kann“. Vizebürgermeisterin Dr. Julia Stewens (Freie Wähler) pflichtete bei. In der Tat ist es so, dass für alle Wohneinheiten die Dachneigung von 22 auf 30 Grad erhöht werden soll. Damit kann zusätzlicher Wohnraum unterm Dach generiert werden.

Der Geltungsbereich des besagten Bebauungsplans überlagert sich allerdings mit dem an der Realschule im Blauen Land. Inwieweit sich diese Überschneidung auswirkt, konnte das Marktbauamt nicht abschließend beurteilen. 

Interessant wird auch noch ein anderer Aspekt. Denn der Geh- und Radweg im Norden des Areals wird einer Straße weichen müssen. Holger Poczka (ÖDP/Bürgerforum) mahnte an, aufzupassen, dass die Route „nicht zu einer Abkürzung wird“. Nämlich von der Weilheimer Straße Richtung Weindorf und weiter Richtung Unfallklinik.

Am morgigen Donnerstagabend wird sich der Marktgemeinderat noch mit der Thematik auseinandersetzen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Rathaus.

Roland Lory

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