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Bleibt das BRK im Rotkreuzhaus an der Murnauer Seidlstraße? Aktuell rückt eine Sanierung des alten Standorts jedenfalls mehr in den Vordergrund.

Nach Diskussion um möglichen Neubau eines Blaulichtzentrums am alten Volksfestplatz

Hängepartie: Bleibt BRK am alten Standort?

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Die Wahrscheinlichkeit, dass Murnau ein Blaulichtzentrum für Feuerwehr und Rotes Kreuz erhält, sinkt offenbar. Bis zur Realisierung würden Jahre vergehen. Das BRK richtet den Fokus nun eher auf die Sanierung des Rotkreuzhauses an der Seidlstraße.

Murnau– Sie sitzen – bildlich gesehen – in einem Boot, haben identische Probleme: BRK und Feuerwehr Murnau steht an ihren Standorten zu wenig Platz zur Verfügung, ihre Gebäude sind veraltet. Beide brauchen eine Lösung – und das könnte theoretisch eine gemeinsame sein, und zwar in Form eines neu gebauten Blaulichtcampus’ auf dem alten Volksfestplatz. Die Möglichkeit wird seit geraumer Zeit diskutiert: vom BRK eher mehr, von der Wehr weniger begeistert. Der Bauausschuss hatte sich – losgelöst vom BRK – im Sommer für einen Umzug der Wehr vom Viehmarktplatz an den neuen Standort ausgesprochen, im Gemeinderat aber wurde das Projekt zurückgestellt. Der Grund: Erst soll ein Gutachten Aufschluss darüber geben, welche Altlasten sich eventuell im Boden des Areals nahe des Rewe-Marktes befinden.

Der BRK-Kreisverband harrte lange der Dinge und hoffte auf eine baldige Entscheidung. Geschäftsführer Clemens Reindl machte schon vor Monaten kein Geheimnis aus der Tatsache, dass er einen neuen Blaulichtcampus mit der Wehr der Sanierung des rund 50 Jahre alten Clostermann-Hauses vorziehen würde, in dem Haupt- und Ehrenamtliche untergebracht sind – von der Rettungswache bis zur BRK-Bereitschaft. Dann würde sich auch das Problem umgehen lassen, bei laufendem Betrieb umbauen zu müssen. Doch der mögliche Partner, die Gemeinde Murnau, hat sich wie erwähnt noch nicht endgültig auf eine Abkehr vom Viehmarktplatz festgelegt.

Beim BRK drängt derweil die Zeit, man kann und möchte offenbar nicht ewig warten. Sein Gebäude ist in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß, größere Fahrzeuge passen nicht in vorhandene Garagen. Zwar steht alles zur Verfügung, was Vorschriften verlangen, aber es geht sehr beengt zu. Und: „Nach den Informationen, die wir vom Markt Murnau bekommen haben, müssen wir im Moment davon ausgehen, dass sich ein Neubau einer Rettungswache in Murnau noch fünf bis sieben Jahre hinziehen könnte“, erklärt Kreisgeschäftsführer Klemens Reindl. „Deshalb überlegen wir nun eine Sanierung des Rotkreuzhauses, um unseren Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern möglichst schnell Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können, die dem Stand der Technik entsprechen.“ Es seien allerdings noch keine Entscheidungen über den zukünftigen Standort der Rettungswache gefallen, sagt Reindl. An Murnau wird grundsätzlich nicht gerüttelt: Das Rote Kreuz werde „auf jeden Fall“ im Ort bleiben. Im November wird offenbar der Vorstand des Kreisverbands über die Zukunft des Rotkreuzhauses beraten.

Bei Gemeinde und Feuerwehr richten sich die Blicke zunächst auf das ausstehende Bodengutachten. „Das ist alles noch am Laufen“, sagt Kommandant Florian Krammer. Wann Resultate vorliegen werden, wisse er nicht. Doch ihm ist klar: Bis zur Umsetzung wird einige Zeit vergehen. Krammer verfällt bei der Vorstellung, dass die Wehr Teil eines Blaulichtzentrums werden könnte, nicht in Euphorie. Der Kommandant sieht nur wenige Synergieeffekte, aber die Gefahr, dass man am neuen Standort damit in ferner Zukunft weniger Platz und damit weniger Entwicklungsmöglichkeiten besitzen könnte: „Wenn die Feuerwehr mit jemandem zusammengeht, ist sie irgendwann eher eingeschränkt, als wenn sie alleinstehend baut. Man weiß ja nicht, was die Zeit bringen wird.“

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