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Das Vorstandsteam: (v. l.) Stephan Schwertl, Josef Bierling, Johannes Templer, Sandra Weller, Niklas Einsle, Manfred Stöhrer und Anette Köhler. 

Turnhalle der Mittelschule als Standort anvisiert

4000 Unterschriften für ein Hallenschwimmbad gesammelt

Riedhausen - Erfolg für den Förderverein Hallenschwimmbad Murnau: Zahlreiche Befürworter eines Baus haben sich in Listen eingetragen. Angeblich haben Gegnern solche geklaut oder zerrissen.

Das kann sich sehen lassen: Mittlerweile wurden rund 4000 Unterschriften für einen Schwimmbad-Bau in Murnau gesammelt. Dies wurde am Montagabend bei der ersten Mitgliederversammlung des neuen Fördervereins Hallenschwimmbad Murnau in der Riedhauser Westtorhalle bekannt gegeben. 55 Prozent der Unterzeichner kamen nach Angaben von Schriftführerin Sandra Weller aus Murnau, der Rest aus Seehausen, Uffing, Bad Kohlgrub und anderen Orten. Wobei es eigentlich noch mehr Unterschriften gewesen seien. Es seien aber Listen „von Gegnern geklaut“ oder auch „zerrissen“ worden. Was Weller fassungslos macht. Wenn man etwas nicht unterstütze, dann unterschreibe man halt einfach nicht.

Die Initiative kämpft für ein Hallenschwimmbad mit 25 Metern Länge und fünf Bahnen. Daneben sollte noch ein kleines Becken mit leicht erhöhter Wassertemperatur für Kleinkinder und Schwimmanfänger angelegt werden. „Es geht keinesfalls um das, was man ein Spaßbad nennt“, betonte der bisherige Vorsitzende Professor Dr. Manfred Stöhrer. Als Standort schwebt dem Verein die sanierungsbedürftige Turnhalle an der Mittelschule vor. Viel diskutiert hat man bereits über die Kosten und die Finanzierung. „Für Projekte, die notwendig sind, kann man auch mal Schulden aufnehmen“, befand der Vizevorsitzende und CSU-Gemeinderat Josef Bierling. Er glaubt, ein Bad sei notwendig, schon allein wegen der 91 Schulklassen – summa summarum 2258 Schüler.

Die vonseiten der Marktgemeinde genannte Bausumme von zehn Millionen Euro hält Bierling für „absurd“. Er glaubt: „4,5 Millionen Euro müssten machbar sein.“ Auch das von Kämmerer Hubert Süß angegebene jährliche Defizit von mindestens 500 000 Euro zweifelt der Hechendorfer an. Er hat Recherchen angestellt, sich mehrere Bäder genauer angeschaut. Beim Weilheimer und Penzberger kommt Bierling auf ein Minus von rund 350 000 Euro pro Jahr. Zuschüsse für den Bau könnten nach seinen Informationen auch in beträchtlichem Maße fließen: nämlich 2,1 Millionen Euro. „Es ist ein kleines Armutszeugnis, dass man dem im Lehrplan geforderten Schwimmunterricht nicht nachkommen kann“, beklagte der stellvertretende Vorsitzende.

Stöhrer fand, dass die Finanzierungsfrage ein „Totschlagargument“ sei. Altenheime, Schulen et cetera seien auch immer Zuschussbetriebe. „Wir werden Fachleute zu Rate ziehen“, kündigte Stöhrer an. Der Verein habe Zahlen von Leuten bekommen, die sich gut auskennen. Auch bei älteren Bürgern bestehe offenbar erhebliches Interesse an einem Bad. Er habe viele Anrufe von Senioren bekommen, berichtete Bierling. Einige Aqua-Fitness und Rehakurse fanden früher im Hallenbad des BRK-Seniorenwohnen Ruhesitz Staffelsee statt. Doch das BRK hatte im Juni die Schließung seines Bades bekanntgegeben. Zunächst wegen eines Chloraustritts vorübergehend, später dann endgültig. „Es gibt einen großen Bedarf im Reha-Bereich“, unterstrich Trainerin Christiane Legelli, die Kurse im Ruhesitz anbot. „Ich erachte es für wichtig, dass die Möglichkeit geschaffen wird, das fortzusetzen.“

Der Förderverein hat derzeit 26 Mitglieder, die Gemeinnützigkeit wird beantragt. Stöhrer: „Das wird, glaube ich, problemlos funktionieren.“ In einigen Wochen sei es dann auch möglich, Spenden zu erhalten und entsprechende Quittungen auszustellen. 

Der Vorstand

Vorsitzender:Stephan Schwertl; Stellvertreter: Josef Bierling;Schriftführerin:Sandra Weller; Kassier: Johannes Templer; Beirat:Prof. Dr. Manfred Stöhrer, Niklas Einsle, Tom Effenberger, Anette Köhler;Kassenprüfer: Gregor Kopielski und Otto Nießner.

Roland Lory

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