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Polizei

Frankfurter dachte, er kenne den Weg

Unglaublicher  Irrweg zur Höhlmühle: Cabrio bleibt im Schlamm stecken

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Sie wollten einen Ausflug zum Forsthaus Höhlmühle unternehmen - dabei landeten ein 68-jähriger Frankfurter und seine 64-jährige Begleiterin im Fiasko. Am Ende mussten Polizei und Abschleppwagen das Cabrio der beiden aus dem Schlamm ziehen.

Riegsee – In der Regel schicken Navis Autofahrer ohne Ortskenntnis gerne mal auf Abwege – im Fall zweier Touristen aber wäre es wohl ein Vorteil gewesen, sie hätten solch ein Gerät benutzt. So aber begann der Urlaub für den 68-jährigen Frankfurter und seine 64-jährige Begleiterin turbulent. Die beiden gerieten auf dem Weg zur Wald-Gaststätte Höhlmühle zwischen Riegsee und Habach in unwegsames Gelände, fuhren aber unbeeindruckt über Stock und Stein weiter und blieben mit ihrem Cabrio schließlich im Schlamm stecken.

Die Urlauber hatten sich am Sonntag gegen 18.30 Uhr von Riegsee/Perlach aus auf den Weg zur Höhlmühle gemacht – der Frankfurter im unerschütterlichen Glauben, sich noch an die Route erinnern zu können; immerhin war er bereits einmal in der Gaststätte mitten im Wald gewesen. Der Senior wählte jedoch nicht die direkte und asphaltierte Strecke, sondern steuerte zunächst Guglhör an. Die Tatsache, dass die geteerte Straße endete und dann nur noch ein einspuriger Wanderweg weiterführte, störte ihn nach Angaben der Murnauer Polizei wenig: „Er fuhr munter weiter, überquerte sogar einen kleinen Bach und saß mehrfach mit dem Fahrzeug auf“, erklärt Polizeihauptkommissar Thomas Leinauer.

Die Senioren aber hielten Kurs – immer weiter in den Wald in Richtung Loisach. Dann war Endstation: Der Frankfurter fuhr sein Cabrio mitten im Wald im Schlamm fest und kam weder vor noch zurück. Nachdem er über eine Stunde vergeblich versucht hatte, seinen Wagen selbst zu befreien, forderte er über den Notruf Hilfe an. Der 68-Jährige erwies sich für diesen Einsatz als nur unzureichend ausgerüstet: „Aufgrund der sommerlichen Temperaturen“, so Leinauer, habe der Frankfurter vorsichtshalber nur Sandalen getragen, was ihm „in dem Schlamm auch nicht unbedingt Vorteile“ bei der Autobergung verschafft habe.

Eine Streife der Inspektion Murnau fand die verhinderten Ausflügler schließlich und konnte das Cabrio „nach zwei Stunden äußerst schlammiger Arbeit“ zusammen mit einem Murnauer Abschleppdienst befreien, der den Wagen aus der Wildnis zum Autohaus transportierte. Der Einsatz dauerte nach Angaben der Polizei bis 23 Uhr. Für die Touristen war der erste Urlaubsabend gelaufen. 

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