+
Auf dieser Wiese östlich des Pfarrhauses könnte der Bau entstehen.

Drachennest in Murnau  

Hort-Plätze: Jones drängt auf Erweiterung

Es ist nur eine Übergangslösung: Hortkinder der Emanuel-von Seidl-Grundschule müssen derzeit zum Essen in das Drachennest und dann wieder zurück in die Schule, um dort die Räume der Mittagsbetreuung mitzunutzen. Grünen-Gemeinderätin Veronika Jones drängt auf eine Änderung.

Murnau – Fast drei Jahre ist es her, dass Grünen-Gemeinderätin Veronika Jones einen Antrag eingereicht hat. Einen Antrag zum Thema Hortneubau. So richtig behandelt wurde er bis heute nicht. Aus diesem Grund hat Jones eine neue Initiative gestartet. Sie fordert einen Sachstandsbericht. Die dreifache Mutter schlägt, wie berichtet, vor, den gemeindlichen Kindergarten Drachennest zu erweitern. Der Neubau könnte ihrer Meinung nach auf der Wiese zwischen der Betreuungseinrichtung und dem Pfarrhaus entstehen. Die Fläche gehört bereits der Gemeinde, aus Jones’ Sicht wäre sie gut geeignet. In einem Hort werden jüngere Schüler nach dem Unterricht betreut.

Aufgrund des Platzmangels muss ein Teil der Hortkinder derzeit in die benachbarte Emanuel-von-Seidl-Grundschule ausweichen. Diese Auslagerung empfindet die Grünen-Einzelkämpferin nach wie vor nur als Übergangslösung. „Dies stuft auch das Landratsamt als Genehmigungsbehörde so ein.“ Die Kinder müssen zum Essen in den Kindergarten hinunter gehen und zum Hausaufgaben machen dann wieder zurück. „Dass da viel wertvolle Zeit verloren geht, ist wohl unbestritten.“ Unbestritten sei sicher auch, dass die 1. und 2. Klassen weiterhin auf sehr beengtem Platz im Kindergarten ihr Quartier haben, ohne eigene Sanitärräume, ohne Speisesaal und ohne eigenen, pädagogisch auf das Alter gestalteten Bereich im Garten. „Dazu kommt, dass diese Räume nach wie vor dringend vom Kindergartenbetrieb benötigt werden.“ Ferner hatte Jones, Referentin für Kinderbetreuungseinrichtungen, darauf hingewiesen, dass dringend ein Wickelbereich geschaffen werden müsse. Dieser wird Realität. Wie Kreszentia Oppenrieder von der Rathaus-Geschäftsleitung mitteilt, wird ein ehemaliges Putzkammerl umfunktioniert.

Und auch in die Erweiterungs-Thematik ist bereits Bewegung gekommen. Eine Bauamtsmitarbeiterin sah sich die Örtlichkeit inzwischen an. „Es gibt aber keine Detailplanung“, betont Oppenrieder. „Vielleicht“ werde Jones’ Antrag in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderats am Donnerstag, 19. April, behandelt.

„Die Gemeinde muss was tun“, bekräftigt die Volksvertreterin. Die Grünen-Rätin fordert, dass ihr Originalantrag geprüft wird: Ein Anbau soll allen Hortkindern, also aller Grundschulklassen, genug Platz bieten, ebenso sollen dort eigene Sanitäranlagen für die Grundschüler platziert werden. „Gegebenenfalls müsste der Bau zwei- statt einstöckig geplant werden.“ Die Wiese beziehungsweise der dann entstandene größere Garten für beide Altersklassen soll, wenn es nach Jones ginge, mit Obstbäumen und Sträuchern bepflanzt werden.

Die Hortkinder sind in Murnau derzeit auf vier Standorte verteilt: auf den KJE-Hort im Kemmelpark (50 Plätze), die Kindertagesstätte St. Nikolaus am Längenfeldweg (25), die Kindertagesstätte Bienenhaus am Mayr-Graz-Weg (40) und den besagten Gemeinde-Kindergarten Drachennest an der Schlossbergstraße (42).

Roland Lory

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Die digitale Revolution im Klassenzimmer: Jetzt sollen die Landkreis-Schulen fit gemacht werden
Sebastian Unterstein hat eine Mission. Der Lehrer will heuer als erster Koordinator für Digitalisierung im Landkreis die staatlichen Schulen fit für das neue …
Die digitale Revolution im Klassenzimmer: Jetzt sollen die Landkreis-Schulen fit gemacht werden
Unfall bei Zugspitzbahn: Kaputte Gondel ist geborgen - wie geht es jetzt weiter?
Bei der neuen Seilbahn an der Zugspitze ist ein Bergewagen in eine der beiden Gondeln gekracht und hat einen Totalschaden verursacht. Die komplizierte Bergung wurde …
Unfall bei Zugspitzbahn: Kaputte Gondel ist geborgen - wie geht es jetzt weiter?
Nach Unfall: BZB hofft zeitnah neue Gondel zu bekommen
Die zerstörte Kabine der Seilbahn Zugspitze wurde Freitagvormittagsicher in die Bergstation gezogen. Fest steht: Der Schaden ist siebenstellig. Klaus Schanda hat jetzt …
Nach Unfall: BZB hofft zeitnah neue Gondel zu bekommen
Hochwasserschutz Graswang: 2019 geht‘s endlich los
Es hat gedauert, bis sich die Behörden soweit einig waren - jetzt sollte dem Startschuss für den Hochwasserschutz in Graswang nicht mehr viel entgegen stehen.
Hochwasserschutz Graswang: 2019 geht‘s endlich los

Kommentare