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Der Dirigent grüßt: Michael Schmidt führt sein Jugend- und Blasorchester am Sonntag durchs Murnauer Ortszentrum.

Ensemble feiert 50-jähriges Jubiläum

Institution Jugend- und Blasorchester: Aus Murnau nicht wegzudenken

Eines dürfte feststehen: Willy Höcherl, Gründer und langjähriger Dirigent des Jugend- und Blasorchesters (JBO), hätte am Sonntag seine Freude gehabt. Die Sonne strahlte über Murnau, als das Ensemble zusammen mit den örtlichen Vereinen und Kapellen aus nah und fern sein 50. Jubiläum feierte.

Murnau –Nicht nur für Ehrenmitglied Wolfgang Köglmayr war es ein erhebender Moment. „Es ist schön, dass es mit dem Werk von Willy Höcherl weitergeht. Musik verbindet. Es macht Spaß, dass junge Leute dieses schöne Hobby weiterführen“, betonte Köglmayr, der den Förderverein 16 Jahre lang angeführt hatte.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst im Kulturpark, den Pfarrer Siegbert Schindele zelebrierte. Er wünschte dem JBO, dass auch in Zukunft immer genug Nachwuchs vorhanden ist, damit dieser wertvolle Dienst an der Allgemeinheit aufrecht erhalten werden kann.

Mehrere Politiker bekamen am Ende des Gottesdienstes die Möglichkeit, ein paar Worte an die Teilnehmer und Festgäste zu richten. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) sprach vom Samen, der einst gelegt worden sei, und „jetzt aufgeht“. Er wünschte dem JBO, dass „Sie diese Gemeinsamkeit auch im Herbst bei der Steuben-Parade erleben“. Das Ensemble begleitet im September die Murnauer Gebirgsschützenkompanie nach New York.

Vizelandrat Dr. Michael Rapp (CSU) blickte zurück in die Zeit, als er Murnauer Rathauschef war. Als Bürgermeister habe er im Hinblick auf das JBO immer gesagt: „Ihr seid die Botschafter des guten Geschmacks – und dabei bleibe ich.“

Rapps Vorgänger als Rathauschef, der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (CSU), würdigte die „herausragende Leistung“ des JBO „in den vergangenen Jahrzehnten“. Das Orchester sei fester Bestandteil nicht nur seiner Heimatgemeinde Murnau, sondern des gesamten bayerischen Oberlands. Es sei bei allen großen Anlässen dabei gewesen, seien es Besuche von Bundes- oder Ministerpräsidenten, bei der Einweihung der Entlastungsstraße, der Fußgängerzone, des Kulturparks und auch beim Festzug, der sich im Rahmen der 850-Jahrfeier durch Murnau schlängelte. Das JBO sei „nicht wegzudenken aus dem kulturellem Leben unserer Heimat“.

Strahlendes Wetter und viele Besucher beim Jubiläum des JBO - Bilder

Nach dem Gottesdienst, der mit der Bayernhymne endete, bewegte sich der Festzug vom Kulturpark über Burggraben, Bundesstraße, Unter- und Obermarkt und Weilheimer Straße zum Festzelt.

Vor allem im Bereich der Mariensäule drängten sich die Schaulustigen. Darunter waren auch Inge und Peter Wasza, deren Sohn früher mal beim JBO mitwirkte. Inge Wasza zeigte sich angetan von dem Festzug. „Ich fand ihn rundum gelungen.“ Der Markt biete sich für so etwas einfach an. „Und die Themenwagen lockern das Ganze auf.“

Auch das vorläufige Resümee, das JBO-Dirigent Michael Schmidt mittags zog, war positiv. „Alles bestens“ verkündete er. „Es war wunderbar.“ Das Ensemble sei bei den Feierlichkeiten von den örtlichen Vereinen sehr gut unterstützt worden.

Roland Lory

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