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Wollen in der Politik mitmischen: (v. l.) der Weilheimer SU- Vorsitzende und Landesschriftführer Julius Ferg, der SU-Landesschatzmeister Josef Rohrmoser, der neue SU-Kreisvorsitzende Elias Cosa und der JU-Kreisvorsitzende Florian Lempert.

Jugendliche gründen in Murnau Schüler Union

Ein Sprachrohr für die Jugend

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Die Schüler und Auszubildenden im Landkreis erhalten eine politische Stimme: In Murnau wurde ein Kreisverband der bayernweit tätigen Schüler Union gegründet. Es handelt sich um eine CSU-nahe Organisation.

Murnau – Die „Auszubildenden und Schüler Union in Bayern“ (SU Bayern), die nach eigenen Angaben landesweit über 1000 Mitglieder zählt, tritt zwar mittlerweile als parteiunabhängiger Verein auf. Die Nähe zur CSU ist aber nicht zu übersehen. Bis 2016 war die Gruppierung, die ein Sprachrohr für Schüler und Azubis sein will, Teil der Jungen Union (JU), die bekanntlich den christsozialen Nachwuchs stellt. „Wir pflegen weiterhin beste Beziehungen zur JU Bayern wie auch zur CSU und arbeiten eng mit Abgeordneten des bayerischen Landtags, Bundestags, dem Kultusministerium, IHK und Handwerkskammer zusammen“, heißt es auf der Homepage.

Ein Kreisverband, der vor über 20 Jahren schon mal bestand, aber einschlief, wurde jetzt wiederbelebt. Über 20 Jugendliche hoben diesen bei einer Gründungsversammlung im Murnauer Augustiner Bräustüberl aus der Taufe – und wählten einen bekannten Polit-Youngster zum Ersten Vorsitzenden. An der Spitze steht nämlich mit dem 17-jährigen Bad Bayersoier Elias Cosa einer der jüngsten CSU-Ortsvorsitzenden. Der ehemalige Klosterschüler, der heuer in Ettal sein Abitur abgelegt hat und in München Wirtschaftspsychologie studieren will, ist seit rund drei Monaten Chef der Schwarzen von Altenau, Saulgrub und Bad Bayersoien. Zu jung für diesen Job hält sich der selbstbewusste Teenager nicht. „Es zählt nicht das Alter, es zählt die Motivation“, meint er.

Die besagte Schüler Union versteht er als politisch unabhängige Interessenvertretung. „Wir brauchen die Junge Union nicht zweimal“, sagt er. Als Verein könne man leichter die Jugend erreichen. Dies sei auch der Grund für die Loslösung von der JU gewesen. So will Cosa auf die Schulsprecher im Landkreis zugehen und ein Treffen organisieren. An Themen mangelt es nicht. „Wir stehen in der Zukunft vor großen Veränderungen, wie zum Beispiel der Einführung des G 9, aber auch dem anhaltenden Fachkräftemangel, der mittlerweile auch in unserem Landkreis zu spüren ist. Wir als Auszubildenden und Schüler Union müssen die Zukunft aktiv mitgestalten, und mit unseren Verbindungen zur Politik haben wir dazu die optimalen Voraussetzungen“, sagte Cosa laut einer Pressemitteilung auf der Veranstaltung in Murnau. Auf Nachfrage wird er konkreter: So sollte seiner Ansicht nach zum Beispiel die digitale Bildung vertieft werden, etwa das Programmieren von Webseiten oder der Umgang mit Social-Media-Angeboten.

Die politische Arbeit empfindet Cosa als „total spannend“. Es reize ihn, die Zukunft mitzugestalten. In der CSU hat er seine politische Heimat gefunden: „Konservative Werte sind mir sehr wichtig.“ Aufmerksam verfolgt er das Ringen um eine Koalition auf der großen Bundesbühne. Einem Jamaika-Bündnis steht der Jungpolitiker skeptisch gegenüber. Aber die Union habe nunmal die Verantwortung, die Regierung zu bilden.

Der Vorstand der Auszubildenden und Schüler Union im Landkreis setzt sich wie folgt zusammen: Elias Cosa (Erster Vorsitzender), Gina-Maria Mojr (Erste stellvertretende Vorsitzende), Anna Gerhauser (Zweite stellvertretende Vorsitzende), Korbinian Glatz (Dritter stellvertretender Vorsitzender), Isabella Bierling (Schriftführerin) sowie Linda Müller, Anna Schuster, Manuel Loch, Tobias Loch und Wolfgang Müller (Beisitzer).

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