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Das Unfallklinikum Murnau stellt seinen Leitenden Arzt Dr. Martin Dotzer für den wichtigen Einsatz im Kampf gegen Corona frei. 

Ärztlicher Koordinator für alle Krankenhäuser und Reha-Kliniken im Bereich Oberland

Ein Murnauer Chef-Arzt für den Kampf gegen Corona

Im Kampf gegen Corona geht die Region einen neuen Schritt: Es gibt einen ärztlichen Koordinator für alle Krankenhäuser und Reha-Kliniken im Bereich Oberland: Dr. Martin Dotzer von der Unfallklinik Murnau.

Hat eine wichtige Aufgabe im Kampf gegen Corona: Dr. Martin Dotzer. 

Landkreis – In einer Telefonkonferenz haben Landrat Anton Speer und seine Amtskollegen Andrea Jochner-Weiß (Weilheim-Schongau) und Josef Niedermaier (Bad Tölz-Wolfratshausen) am Dienstag ihr gemeinsames Vorgehen in der Coronakrise abgestimmt. Ergebnis: Es gibt ab sofort einen Ärztlichen Leiter in der Führungsgruppe Katastrophenschutz. Dieser koordiniert die Ströme der Corona-Patienten und deren Betreuung in den drei Landkreisen. Das Trio verständigte sich auf einen Namen: Dr. Martin Dotzer. Der 56-Jährige ist Leitender Arzt in der Anästhesiologie der Unfallklinik Murnau (UKM). Dotzer erfuhr Mittwochfrüh von seiner Bestellung und nahm an. Von der Klinik ist er freigestellt. „Ich habe ihn vorgeschlagen“, sagt Speer. „Herr Dotzer kennt die Strukturen.“

Anordnung aus dem Ministerium: In Kampf gegen den Virus muss man übergeordnet entscheiden

Hintergrund ist eine Anordnung des Gesundheitsministeriums: Betten- und Behandlungskapazitäten sowie Patientenströme in der jeweiligen Region eines Rettungszweckverbands seien im Kampf gegen den Virus „übergeordnet zu steuern“. Jochner-Weiß ist seit sechs Jahren Vorsitzende des in Weilheim sitzenden Oberland-Verbands: „Wir waren uns sofort einig, wen wir wollen.“ UKM-Arzt Dotzer ist bereits im Zweckverband für den Rettungsdienstbereich tätig. Er wird sich nun „die Häuser anschauen“ und Kapazitäten prüfen, erklärt Speer. Und zwar alle Einrichtungen, macht der Landrat deutlich. „Auch die Reha-Kliniken sind gefordert.“ 

„Reine Corona-Kliniken“ könnten eingerichtet werden

Jochner-Weiß nennt als Beispiel die Bernrieder Klinik Höhenried. Die Einrichtung ist bereits bei jeder Krisensitzung vertreten. Speer brachte die Kliniken in Oberammergau ins Spiel, wo Beatmungsgeräte zur Verfügung stehen. Jochner-Weiß spricht von „reinen Corona-Kliniken“, die eingerichtet werden könnten und für die Beatmungsgeräte zusammengezogen werden müssten. Im Klartext heißt das: Schaffen die Kliniken es nicht mehr, braucht es andere Standorte zur Betreuung. Alternativen werden schon gesucht, vor allem mit Zwei-Bett-Zimmern samt Nasszelle. Jochner-Weiß sieht derzeit ebenso wenig einen Engpass wie Speer. Zelte und Turnhallen seien nicht nötig. „Wir haben genug Leerstand“, verweist sie auf medizinische Einrichtungen bis hin zu Erholungsheimen. „Wir haben schon Angebote von Hotels bekommen.“ Speer zufolge - und diese Meinung vertritt auch das Gesundheitsamt - ist der Landkreis Garmisch-Partenkirchen „ausgezeichnet aufgestellt. Wir verfügen über insgesamt 80 Isolierbetten“.

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ANDREAS BAAR & PETER REINBOLD

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