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Aloisia Gastl kandidiert ums Bürgermeisteramt.

Bürgermeisterwahl in Spatzenhausen am 29. Oktober

Aloisia Gastl bleibt die einzige Kandidatin

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Nach der (Bundestags-) Wahl ist in Spatzenhausen vor der Wahl: Das Dorf kürt nach dem tragischen Tod von Bürgermeister Georg Wagner voraussichtlich eine Nachfolgerin: Aloisia Gastl. Weitere Bewerber wurden bis zum Ablauf der Frist jedenfalls nicht nominiert.

Spatzenhausen– Aloisia Gastl hatte sich bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft souverän durchgesetzt. Von 134 abgegebenen Stimmen erhielt die Vize-Bürgermeisterin, die nach dem Tod Georg Wagners kommissarisch die Amtsgeschäfte führt, 109. Damit stand die Nebenerwerbslandwirtin aus Hofheim als Kandidatin fest.

Und dabei bleibt es. Am 14. September lief die Nachfrist ab. Bis zu diesem Tag hätten andere Gruppierungen im Dorf noch Bewerber ins Rennen schicken können. Doch dieser Fall trat nicht ein – das bestätigt Florian Abbé von der Verwaltungsgemeinschaft Seehausen. Das heißt: Aloisia Gastl dürfte am Sonntag, 29. Oktober, wenn die rund 600 Wahlberechtigten ihren ehrenamtlichen Ersten Bürgermeister küren, gute Chancen besitzen. Da sich auf dem Stimmzettel nur ihr Name findet, können die Spatzenhauser noch den einer anderen „wählbaren Person“ darauf vermerken.

Erzielt Gastl eine Mehrheit, wäre sie die dritte amtierende Erste Bürgermeisterin im Kreis – neben Dr. Sigrid Meierhofer (Garmisch-Partenkirchen) und Gisela Kieweg (Bad Bayersoien), beide seit 2014 im Amt. Kieweg würde sich „freuen“, gäbe es eine dritte Rathaus-Chefin– und bestärkt Gastl in ihrem Entschluss. Sie selbst habe „totale Offenheit“ ohne Vorurteile erlebt, obwohl sie „durchaus Bedenken“ hatte, dass es „schwierig sein könnte als Kandidatin“, sagt Kieweg. „Ich glaube schon, dass es eine andere Hausnummer ist, wenn man dieses Mandat als Frau hat.“ Man habe oft eine andere Herangehensweise als Männer. Doch Kieweg sieht keinerlei Grund zum Jammern: Man machte es ihr weder besonders schwer, noch legte man ihr große Steine in den Weg. Sie schwärmt: „Der Job macht wirklich Spaß. Er ist breit gefächert und interessant.“

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