+
Gehören der Spitze des Kreisjugendrings an: (v.l.) der Zweite Vorsitzende Richard Hufnagl sowie die Vorstandsmitglieder Lisa Herzog, Arno Rauscher, Hubert Steiner und Philipp Lederer. 

Gefahr der Überalterung: Verschiedene Projekte geplant 

Immer weniger junge Familien im Landkreis

Murnau – Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es immer mehr Senioren, aber immer weniger junge Familien. Ein Problem, dem sich Stephan Märte, Sachgebietsleiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie im Landratsamt, annimmt. Bei der Frühjahrsversammlung des Kreisjugendrings (KJR) im Murnauer Erlhaus stellte er seine Pläne vor.

„Es geht darum, im Zuge des demografischen Wandels der Gefahr einer Überalterung der Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen zu begegnen“, sagte der Beamte. „Wir möchten den Landkreis mit verschiedenen Projekten jugend- und familienfreundlicher gestalten.“ So werde eine neue Fachstelle für eine Familienbeauftragte geschaffen, die sich gezielt mit diesem Themenkreis beschäftige. „Die Stelle ist bereits bewilligt und wird aktuell ausgeschrieben“, kündigte der Sachgebietsleiter an. Flankierend dazu habe seine Behörde ein kleines Förderprogramm mit Maßnahmen zur Familienbildung auf die Beine gestellt – mit einer Bezuschussung bis zu 70 Prozent. Hierzu zählten etwa Vorträge zu erzieherischen Fragen, Elternrunden zur gegenseitigen Beratung, Angebote für Familien in belastenden Situationen, das Organisieren von Familienfreizeiten und die Schulung von ehrenamtlichem Personal, das in diesem Bereich tätig werden möchte. Märte betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und KJR, zu dem gegenwärtig rund 20 Verbände und Organisationen zählen: „Das funktioniert seit ein paar Jahren harmonisch und reibungsfrei. Da wurde eine tolle Grundlage geschaffen“.

Über Aktivitäten des KJR im vergangenen Halbjahr berichtete Vorstandsmitglied Lisa Herzog – von einer Städtereise mit Jugendlichen nach Stuttgart bis zu einem großen Familienausflug zum Kamelreiten nach Valley im Mangfalltal. Beim Fortbildungsprogramm für Jugendleiterinnen im März gab es unter anderem eine Schulung zum Thema „Islam für Einsteiger“. Zum regelmäßigen Angebot habe sich der Mädchentag entwickelt, zu dem am 10. April neben Einheimischen zahlreiche geflüchtete junge Frauen kamen. Die Freizeiten in der Lichtenbachhütte und im Rißbachhaus erfreuten sich nach wie vor großer Beliebheit, sagte Herzog weiter. „Bei einem der Arbeitswochenenden wurde von der Jugendgruppe des Fördervereins am Rißbachhaus eine Terrasse angelegt, die sich bei der Osterfreizeit bewährt hat.“ Zudem werde dort eine neue Küche eingebaut.

Franziska Riederer von der Projektstelle des KJR bedauerte, dass von 270 an Vereine und Verbände im Landkreis verschickten Formularen, in denen die Bereitschaft zur Integration von Flüchtlingen angefragt wurde, nur zehn zurückkamen. Robert Mix, Geschäftsführer der Einrichtung, stellte das Jugendfestival „GAP SOLL“ am 24. Juni am Werdenfels-Gymnasium vor, und Romy Jakubowicz von der Kommunalen Jugendarbeit im Landratsamt rief alle jungen Leute auf, sich an der „U18“- Wahl des Bundesjugendrings am 15. September auf dem Garmisch-Partenkirchner Rathausplatz zu beteiligen: „Damit soll das Demokratieverständnis junger Menschen gestärkt werden.“

Heino Herpen

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Oberer Dorfplatz Grainau: Mehrheit für Asphalt
Der Obere Dorfplatz ist das nächste Großprojekt, das in Grainau ansteht. 4,5 Millionen Euro fließen in dieses Vorhaben, um den Bereich neu und vor allem schöner zu …
Oberer Dorfplatz Grainau: Mehrheit für Asphalt
Schnelles Internet rückt in Ohlstadt näher
Weite Teile Ohlstadts werden in absehbarer Zeit über ein erheblich schnelleres Internet als bisher verfügen. Manche Ecken bleiben jedoch aus Kostengründen außen vor.
Schnelles Internet rückt in Ohlstadt näher
Auch für Föhn gewappnet
Die Saison im Skigebiet Classic in Garmisch-Partenkirchen beginnt am Freitag, 15. Dezember. Betriebsleiter Karl Dirnhofer und sein Team beschneien auf Hochtouren.
Auch für Föhn gewappnet
Neuer Giftköder:Hundehalter in Angst
Wann muss der erste Hund sterben? In Unterammergau ist jetzt erneut ein Giftköder aufgetaucht.
Neuer Giftköder:Hundehalter in Angst

Kommentare