Überflutete Staatstraße 2062 bei Murnau-Achrain. Die Route soll höhergelegt werden.
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Bitte umdrehen: Immer wieder ist die Staatsstraße 2062 wegen Hochwasser gesperrt.

Behörde leitet Genehmigungsverfahren ein

Hochwasserfreilegung bei Achrain: Mammutprojekt rückt näher

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
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Das Projekt zieht sich schon seit Jahren. Nun geht etwas vorwärts bei der geplanten Hochwasserfreilegung zwischen Murnau-Achrain und Schwaiganger.

Murnau/Ohlstadt – Für Ohlstadts Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) ist es „höchste Zeit“, dass es losgeht mit der Hochwasserfreilegung der Staatsstraße 2062 zwischen Murnau-Achrain und Schwaiganger. Die Gemeinden Murnau und Ohlstadt waren quasi in Vorleistung gegangen. Sie bauten gemeinsam einen Radweg von Schwaiganger bis zur Deponie. Das Reststück bis Achrain fehlt noch. Es soll gemeinsam mit der Hochwasserfreilegung realisiert werden. Diese rückt näher. Die Regierung von Oberbayern hat jetzt das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Um den Hochwasserschutz zu verbessern, soll die Route auf einer Länge von 720 Metern um bis zu 2,75 Meter angehoben werden. Zudem sind 20 Durchlässe vorgesehen.

Beuting: „Wichtiges Signal“

Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) freut sich über die Nachricht. „Es ist ein wichtiges Signal, dass es nun mit der Hochwasserfreilegung der Staatsstraße weitergeht.“ Mit dem Projekt könne die Anbindung an Murnau, insbesondere an die Unfallklinik sowie zur Autobahn bei Hochwasser gesichert werden, „sodass sich die Situation für die Rettungskräfte oder Einsätze auf der Autobahn verbessern wird“. Auch Scheuerer begrüßt, dass sich etwas bewegt. „Die Straße ist für uns eine extrem wichtige Verbindung. Unheimlich viele Ohlstädter pendeln in diese Richtung.“

Scheuerer will Behörden beim Wort nehmen

Die Pläne liegen demnächst öffentlich aus. Danach findet eventuell ein Erörterungstermin statt. Anschließend folgt der Planfeststellungsbeschluss – quasi die Baugenehmigung. Dann braucht es die Finanzierungszusage des Bauministeriums. 7,6 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Realisierungschancen in Pandemiezeiten? „Die Finanzlage des Ministeriums kann ich nicht beurteilen“, sagt Werner Hüntelmann, Sachgebietsleiter am Staatlichen Bauamt. Scheuerer geht fest davon aus, dass das Projekt umgesetzt wird. „Wir werden die entsprechenden Stellen beim Wort nehmen.“ Hüntelmann wünscht sich, dass 2022 gebaut wird. „Der politische Wille ist da.“

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