+
herpen/Archiv

Kinder stehen im Vordergrund

Marieta Helbling ist die neue Leiterin des Drachennests

Pädagogik ist ihre Leidenschaft. Die hat sie zum Beruf gemacht. Ihr Leben lang arbeitet Marieta Helbling schon mit Buben und Mädchen. Jetzt hat sie die Leitung der Kindertagesstätte Drachennest in Murnau übernommen. In der Marktgemeinde ist sie keine Unbekannte.

Marieta Helbling freut sich auf die neue Aufgabe

Murnau – Marieta Helblings (57) Karriere führte sie an verschiedene Stationen. Eines hatten alle gemeinsam: Sie hatte dabei immer mit Kindern zu tun. Im Murnauer Frauenhaus war sie etwa die pädagogische Fachkraft für die dort lebenden Buben und Mädchen. Durch ihre jahrelange Tätigkeit als Kinderkrippenleiterin der SkF-Gruppe in Murnau ist Helbling vielen Eltern – und natürlich vielen Buben und Mädchen – im Ort bekannt. Nun hat sie eine neue Stelle angetreten. Wieder in der Marktgemeinde, wo sie seit vielen Jahren mit ihren drei Kindern und ihrem Mann - sie ist seit insgesamt 38 Jahren in Murnau ansässig - lebt. (Bis zu ihrem 18. Lebensjahr wuchs sie in Oberammergau auf.) Wieder hat es mit Pädagogik zu tun. Helbling ist die neue Leiterin der Kindertagesstätte Drachennest und ist damit die Nachfolgerin von Andrea Hutter, die sich zum 1. Januar dieses Jahres in den Ruhestand verabschiedet hat. Helblings Stellvertreterin ist Cornelia Mangold.

In einem Murnauer Gemeindekindergarten habe sie schon einmal gearbeitet. Nach ihrer Ausbildung war sie dort beschäftigt, erzählt sie. Auf die Frage, wie sie zu ihrem neuen Job gekommen ist, sagt sie: „Ganz normal. Ich hab mich dafür einfach beworben.“ Ihr guter Ruf, den sie sich als Leiterin der SkF-Kinderkrippe erworben hatte, könnte womöglich dazu beigetragen haben, dass die Entscheidung unter den Bewerbern auf sie gefallen ist. „Das könnte sein“, sagt die sympathische 57-Jährige und lacht. Über die Zusage habe sie sich jedenfalls sehr gefreut, betont Helbling.

Während einer zweimonatigen Einarbeitungsphase konnte sie sich auf ihre neue Rolle vorbereiten. In dieser Zeit lernte sie das Team – bestehend aus 17 Mitarbeitern – und natürlich die kleinen Schützlinge kennen. Maximal 100 Kindergartenkinder haben im Drachennest Platz. Bis zu 42 Hortkinder sind dort nach der Schule ebenfalls untergebracht. Eine spezielle Situation.

Die Hortplätze, die in der Marktgemeinde derzeit zur Verfügung stehen, sind auf vier Standorte verteilt. Darunter sind der KJE-Hort, die Kindertagesstätte Bienenhaus, die Kindertagesstätte St. Nikolaus und eben das Drachennest. Die Halbtagesgruppe teilt sich dort einen Raum mit den Hortkindern. Das ist nicht unbedingt ideal, findet Helbling. Auch aus pädagogischer Sicht. Die Schüler und die Kindergartenkinder bräuchten genügend Raum für sich. Davon abgesehen, dass die Älteren auf Mobiliar für Kindergartenkinder sitzen müssen. Mit der Grünen-Politikerin Veronika Jones, die als Referentin für Kinderbetreuung und Jugend im Gemeinderat aktiv ist, stehe sie in Kontakt. Die Grüne hatte bereits 2015 beantragt, dass sich an der Hort-Situation etwas ändern müsse und setzt sich auch weiterhin dafür ein.

Wie sich die Lage entwickelt, wird sich zeigen. Auch im Drachennest könnte sich zukünftig das ein oder andere ändern. Das bringe ein Führungswechsel einfach mit sich. Über anstehende Projekte möchte Helbling aber einmal nicht sprechen. Die erste Priorität sieht sie darin, dass sie mit ihrem Team „zusammenwächst“, sagt sie. Das entspricht ihrer Philosophie. Denn: „Jede Einrichtung ist so gut wie ihr Team.“ Ein respektvolles Miteinander ist für die neue Leiterin die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. Im Vordergrund steht für sie ganz klar der pädagogische Auftrag.

Diesen Anspruch will Helbling weiterhin gerecht werden, auch wenn sie in ihrer Position viel Zeit für Verwaltungsarbeiten investieren muss. Das kennt sie bereits aus den Zeiten in der Kinderkrippe. „Das kann ich und schaff ich“, sagt sie. Die Kinder werden bei ihr jedoch natürlich immer an erster Stelle stehen. Darum hat sie ihren (Traum)-Beruf damals ergriffen. Und darum ist sie ihm wohl auch bislang immer treu geblieben.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Klinikum schließt Kooperation mit Olympiastützpunkt Bayern
Prophylaxe, Schmerzbehandlung oder Physiotherapie: Im Garmisch-Partenkirchner Krankenhaus werden nun Kadersportler olympischer Disziplinen betreut. 
Klinikum schließt Kooperation mit Olympiastützpunkt Bayern
Sichtbares Bekenntnis zu Horváth
In den vergangenen 30 Jahren ist in Murnau viel passiert, um die Erinnerung an den Dramatiker Ödön von Horváth wach zu halten. Eine weitere Würdigung könnte demnächst …
Sichtbares Bekenntnis zu Horváth
Silvester: Feiern ja, Feuern nein
Garmisch-Partenkirchen wird kein zweites Ramsau: Der Verzicht auf Raketen und Co. in der Marktgemeinde ist wegen der touristischen Struktur nicht realistisch. Eine …
Silvester: Feiern ja, Feuern nein
Oberammergauer Schüler kämpfen für die Umwelt
Start in bewusstere Zeiten: Bei „Fifty Fifty“ will die Grund- und Mittelschule Oberammergau Strom sparen und auch beim Wasser und Müll den Verbrauch senken.
Oberammergauer Schüler kämpfen für die Umwelt

Kommentare