Alkoholkonsum
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Ein Glas Wein hatte der Murnauer unter anderem getrunken, bevor er sich ans Steuer setzte.

Murnauer vor Gericht

Mit 1,1 Promille Unfall gebaut

1,1 Promille Alkohol hatte der 57-jährige Murnauer im Blut. Dennoch setzte er sich im Juli 2017 ans Steuer seines Fahrzeugs – und beschädigte beim Einparken vor einem Supermarkt an der Kemmelallee ein anderes Auto. Nun wurde die Sache vor dem Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen verhandelt.

Murnau – Laut Staatsanwältin Martina Kössler habe sich der Vorfall am 28. Juli vergangenen Jahres ereignet, als der Murnauer, der zugebenermaßen schon vor seinem Einkauf im Supermarkt ein Bier samt einem Glas Wein konsumiert hatte, in eine Parklücke rangierte. Doch dabei habe er das Heck eines verkehrt herum stehenden anderen Autos demoliert und einen Schaden von 1400 Euro verursacht. Danach entfernte er sich mit seinem Auto im Glauben, nicht beobachtet worden zu sein.

Doch dem war nicht so. Der Murnauer wurde gesehen, und des Abends standen zwei Polizisten vor seiner Tür, um ihn zu dem Vorfall zu vernehmen. Fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung und vorsätzliche Trunkenheit im Verkehr lautete das Delikt auf dem Strafbefehl über 3200 Euro, der dem Mann daraufhin zugestellt wurde. Doch der Murnauer wollte es damit nicht gut sein lassen. Er erhob Einspruch und aus diesem Grund saß er jetzt mit Anwalt Richard Schmitt zur Verhandlung am Amtsgericht vor Richter Andreas Pfisterer. Überdies hatte der Beschuldigte einen Gutachter engagiert, „denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit meinem Auto diesen Unfall verursacht haben soll“.

Der Sachverständige hingegen hielt aber die Kollision mit dem parkenden Auto für „durchaus möglich“ und führte dies auf einen kleinen Fahrfehler zurück. Der Parkvorgang sei vermutlich ein wenig zu schnell ausgeführt worden.

Richter Pfisterer empfahl dem Verteidiger, seinem Mandanten dringend zu raten, den Einspruch gegen den Strafbefehl zurückzuziehen. Was dann auch geschah. Denn sonst wäre der Vorfall mitsamt Gutachterkosten vermutlich noch sehr viel teurer geworden.

Wolfgang Kaiser

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