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Beendet seine Schullaufbahn: Peter Hälterlein, Rektor der Murnauer Mittelschule.  

Führungswechsel an Murnauer Mittelschule

Rektor Peter Hälterlein geht in den Ruhestand

Peter Hälterlein, Rektor der Christoph-Probst-Mittelschule Murnau, blickt auf 42 Dienstjahre zurück. Jetzt geht er in den Ruhestand.

Murnau – „Ich verabschiede mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Peter Hälterlein, der nach insgesamt 42 Jahren in der Schullaufbahn den Ruhestand antritt. Seit 2015 hatte er die Leitung der Christoph-Probst-Mittelschule Murnau inne. Am morgigen Freitag um 10.30 Uhr wird Hälterlein im Rahmen der Zeugnisvergabe gemeinsam mit den Schülern verabschiedet. Seine Nachfolge übernimmt ab 1. August Martina Weber.

„Die gesamte Schulfamilie verabschiedet sich schweren Herzens von ihrem geschätzten Kollegen und Rektor“, heißt es im Jahresbericht. Hälterlein war stets engagiert, die Nähe zu seinen Schülern stand an erster Stelle. Schließlich unterrichtete er in der Zeit als Konrektor von 2006 bis 2013 neben seiner Funktion in der Schulleitung die Klassen M7 und M8. „Ich hatte immer sehr viel Spaß mit den Schülern und habe die Zeit genossen“, sagt der 64-Jährige, der seine Rolle als Klassenleiter und Pädagoge mit Freude ausübte. Von 2013 bis 2015 führte er die Einrichtung kommissarisch. Schließlich wurde Hälterlein 2015 zum Rektor und Verbundkoordinator ernannt: Daher leitete der gebürtige Unterhausener den Nordverbund des Schulamtsbezirks Garmisch-Partenkirchen mit den zugehörigen Mittelschulen in Murnau, Bad Kohlgrub, Oberau und Oberammergau.

In Hälterleins Wirkungszeit fällt zudem der Prozess der Schulnamensgebung. Der alte Namensgeber Max Dingler war aufgrund seiner braunen Vergangenheit gestrichen worden. Der neue Namenspatron sollte Christoph Probst sein: Ein in Murnau geborener Widerstandskämpfer, der der Weißen Rose angehörte und 1943 von den Nationalsozialisten umgebracht wurde. Ihm zu Ehren wurde ein Schullogo samt Denkmal entwickelt, das die Werte der Einrichtung – darunter Mut, Freundschaft, Zivilcourage und Gerechtigkeit – repräsentieren sollte. 2016 trat die Namensänderung in Kraft und wurde mit einem feierlichen Akt im großen Rahmen gefeiert.

Bei solch festlichen Anlässen stand Hälterlein auch als Leiter des Schulorchesters gemeinsam mit seinen Schützlingen auf der Bühne. Dem Vollblutmusiker war es ein großes Anliegen, das Orchester aufzubauen und über all die Jahre zu leiten. Es entwickelte sich sogar eine Kooperation mit der benachbarten Realschule im Blauen Land, sodass Mittelschüler und Realschüler zusammen musizierten.

Das gemeinschaftliche Orchester wird auch bei Hälterleins offizieller Verabschiedung am Freitag aufspielen. Was die Zukunft betrifft, hat der 64-Jährige Weilheimer schon Pläne: Er will Zeit mit seinen vier Enkeln verbringen, mountainbiken, musizieren und mit seiner Frau auf Reisen gehen.

Constanze Wilz

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