Hat keine Beleuchtung: die Poschinger Allee in Murnau.
+
Hat keine Beleuchtung: die Poschinger Allee in Murnau.

Aus dem Marktgemeinderat Murnau

Nach Nein des Bunds zu Geh- und Radweg: Licht für die Poschinger Allee

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
    schließen

Der Bund hat einen Geh- und Radweg an der Poschinger Allee in Murnau erneut abgelehnt. Ein Grund ist, dass die Hauptzufahrt der Kaserne auf die Nordseite verlegt werden soll. Die Marktgemeinde plant nun den Neubau einer Straßenbeleuchtung in dem besagten Bereich.

Murnau – Es ist ein Thema, mit dem sich die Murnauer Kommunalpolitik bereits vor rund zehn Jahren befasste. Doch die Initiative zum Bau eines beleuchteten Geh- und Radwegs südlich der Poschinger Allee scheiterte damals. Die Bundeswehr spielte nicht mit, führte Sicherheitsgründe ins Feld. Flächen abtreten wollte sie auch nicht.

Vorstoß von „Mehr Bewegen“

Im vergangenen Jahr tauchte die Thematik wieder auf. Denn die Fraktion „Mehr Bewegen“ stellte einen Antrag für einen kombinierten Geh- und Radweg mit Straßenbeleuchtung, der von der Weilheimer Straße bis zur Poschinger Allee reicht. Die Gruppe um Fraktionssprecher Phillip Zoepf sah eine günstige Gelegenheit, denn Tiefbauarbeiten für die Hauptwasserleitung Richtung Straßäcker stehen an.

BIMA sagt Nein

Der Werkausschuss beschloss dann, die Machbarkeit eines Fahrradweges zu prüfen. Die Kommune nahm Kontakt mit der BIMA auf, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Doch sie lehnt das Projekt ab, „da die Entwicklungsflächen im Bereich der Werdenfelser Kaserne stark begrenzt sind und ein Verzicht von Flächen in diesem Bereich, nach sorgfältiger Abwägung, nicht in Betracht kommt“. Zudem plant der Bund, die Hauptzufahrt der Werdenfelser Kaserne nach Norden zu verlegen. Die BIMA sieht in einem Geh- und Radweg eine erhebliche Beeinträchtigung dieses Bereichs.

Dunkles Eck

In der Gemeinderatssitzung regte Zoepf an, zu prüfen, ob man nicht, wenn der Weg schon nicht realisiert werden kann, zumindest eine Beleuchtung installieren könnte. „Da ist es richtig dunkel“, sagte er dem Tagblatt. Gut befahren ist die Route eh. Zoepf weist darauf hin, dass die Poschinger Allee die Zufahrtsstraße der Firma Geiger ist. „Das fahren ein Haufen Lkw hin und her, und die Straße ist nicht besonders breit. Das ist schon gefährlich.“

Kommune plant Beleuchtung

Wie Rathaussprecherin Annika Röttinger mitteilt, plant der Markt Murnau den Neubau einer Straßenbeleuchtung in dem besagten Bereich. „Sollte, wie von der BIMA angekündigt, die Hauptzufahrt der Kaserne tatsächlich von der B 2 an die Poschinger Allee verlegt werden, wäre eine komplett neue Verkehrsbetrachtung der Poschinger Allee notwendig. Hierbei könnte ein Geh- und Radweg wieder ins Gespräch kommen.“

Talweg keine Alternative

Vor ein paar Jahren führte der Markt Murnau Gespräche mit Grundeigentümern am Talweg, ein Feld- und Waldweg. „Die Gemeinde hat den Anliegern angeboten, den Talweg als Geh- und Radweg auszubauen (verbreitern und asphaltieren) und hätte dafür die komplette Baulast übernommen“, sagt Röttinger. Die Mehrheit der Anlieger sei aber dagegen gewesen. „Daher wurde die Sache von der Gemeindeverwaltung nicht weiter verfolgt.“

Auch interessant:  CSU entstaubt altes Streitthema Pfarrstraße 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Glocken im Anflug: Neue Bronze-Modelle für Maria Himmelfahrt kommen im Kirchturm an
Es ist geschafft: Die vier neuen Glocken für die Partenkirchner Pfarrkirche wurden mit dem Kran in den Kirchturm gezogen. Läuten werden sie aber noch nicht.
Glocken im Anflug: Neue Bronze-Modelle für Maria Himmelfahrt kommen im Kirchturm an
Anwohner laufen Sturm wegen ungenehmigtem Campingplatz
Die Anlieger haben die Nase gestrichen voll. Die öffentlichen Parkplätze am Schwarzenfeld vor ihren Häusern werden zunehmend als Campingplatz missbraucht. Müll und Unrat …
Anwohner laufen Sturm wegen ungenehmigtem Campingplatz
Fernpass in Tirol tagelang gesperrt: Angst vor Verkehrschaos am Wochenende
Eine wichtige Verbindung von Bayern in den Süden ist zu: Der Fernpass in Tirol bleibt bis vorerst Freitag gesperrt. Es könnte massive Verkehrsbehinderungen geben.
Fernpass in Tirol tagelang gesperrt: Angst vor Verkehrschaos am Wochenende
Mit dem Schrecken davongekommen: Murnauerin erlebt Katastrophe in Beirut hautnah mit
Sie wurde Zeugin der Katastrophe: Angelika Sadek, die in Murnau geboren wurde, hat die Mega-Explosion in Beirut hautnah miterlebt.
Mit dem Schrecken davongekommen: Murnauerin erlebt Katastrophe in Beirut hautnah mit

Kommentare