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Die Poschinger Allee liegt im Norden Murnaus.

Debatte im Bauausschuss

Straßenprojekte in Murnau: Wird die Poschinger Allee verlegt?

Der Markt Murnau plant weitere Straßenbaumaßnahmen. Auf einer Liste taucht auch die Verlegung der Poschinger Allee auf. Über das Thema wurde jetzt im Bauausschuss debattiert.

Murnau – Im Jahr 2010 hatte der Murnauer Marktgemeinderat eine Liste beschlossen, nach der Straßen saniert werden. Mit dem Ausbau der Hagener Leite, der noch kommt, werden die Projekte abgeschlossen sein. Doch es stehen weitere an. Die Angelegenheit kam jetzt im Bauausschuss zur Sprache.

Die Verwaltung hatte für die kommenden Jahre folgende Ausbaureihenfolge vorgeschlagen: 2020: Umgestaltung der Postgasse im Zuge der Neugestaltung der Bahnhofstraße; 2021: Erstmalige Herstellung der Hagener Leite; 2022: Neugestaltung Bahnhofstraße Bauabschnitt I; 2023: Verlegung der Poschinger Allee vom TSV-Sportgelände zur Einmündung der Staatsstraße 2038 in die B 2; 2024: Erstmalige Herstellung der Eichendorffstraße nach dem Abschluss des Projekts Sozialer Wohnungsbau; 2025: Neugestaltung Einsiedelweg/Schützenplatz bis zur Einmündung Sollerstraße.

Im Bauausschuss wurde vor allem über die Verlegung der Poschinger Allee diskutiert. Diesbezügliche Überlegungen „ergeben sich, da die Anbindung dieser an die B 2 derzeit unbefriedigend ist und einen Gefahrenpunkt darstellt“, teilt Rathaussprecherin Nina Herweck-Bockhorni mit. Darüber hinaus gibt es beim Bund Gedankenspiele, den Haupteingang der Werdenfelser Kaserne von der B 2 an die Poschinger Allee zu verlegen. Auf diese Punkte verwies in der Sitzung auch Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). 

Welf Probst, Sprecher der Freien Wähler, beklagte sich, dass über eine Verlagerung der Poschinger Allee im Bauausschuss noch nie gesprochen worden sei. Im Zusammenhang mit dem Bau der Umgehung sollte man die Situation „so belassen, wie sie ist“. In einer Verlegung sieht Probst „keinen Sinn“. Einen Unfallschwerpunkt an der Einmündung von der Bundesstraße in die Poschinger Allee kann er nicht erkennen. Vorfälle gibt es dort aber durchaus: Nach Auskunft von Rudi Schedler (Polizeiinspektion Murnau) passieren an der Stelle ab und zu Auffahrunfälle, vor allem mit Fahrzeugen, die aus Richtung Weilheim kommen, aber nicht nur.

Probst ergänzte, es sei außerdem „dahingestellt“, ob die Bundeswehr ihren Haupteingang verlegt. Die Kommune weiß dazu auch nichts Genaues. Herweck-Bockhorni: „Inwiefern diese Überlegungen in der weiteren Planung weiterverfolgt werden, ist dem Markt nicht bekannt.“

Die für die Kaserne zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vermag ebenfalls keine konkrete Auskunft zu geben. Sie kann „nur mitteilen, dass es zu einer möglichen Verlegung des Haupteingangs keinen neuen Sachstand gibt“. Die Bundeswehr plane in der Werdenfelser Kaserne zurzeit umfangreiche Baumaßnahmen. „Allerdings befinden sich diese noch einem frühen Stadium.“

Auch beim Projekt Poschinger Allee ist vieles offen. Wie genau der neue Verlauf wäre und ob die Gemeinde bei einer Verlegung fremde Flächen erwerben müsste, bleibt unklar. Herweck-Bockhorni lässt diese Fragen unbeantwortet und verweist stattdessen auf eine der nächsten Bauausschusssitzungen. 

So verblieben am Ende auch die Gemeinderäte. Der Punkt wurde vertagt. „Es gibt keinen Grund, das zu forcieren“, sagte Beuting.

Roland Lory

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