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Beste Absolventen ihres Jahrgangs: Julia Schütrumpf und Florian Bauer. 
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Beste Absolventen ihres Jahrgangs: Julia Schütrumpf und Florian Bauer. 

Staffelsee-Gymnasium Murnau

Top-Abi dank Lockdown: Die zwei Besten erzählen

Sie sind jung, dynamisch und haben ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft: Julia Schütrumpf und Florian Bauer bestanden das Abitur am Murnauer Staffelsee-Gymnasium mit der Traumnote 1,0. Damit sind die 18-Jährigen die besten Abschlussschüler.

Murnau – Trotz Corona war es ein vielversprechender Jahrgang am Murnauer Staffelsee-Gymnasium. Von 108 Absolventen haben 34 eine Eins vor dem Komma. Vermutlich hat ihnen der Lockdown sogar zugespielt. So war es zumindest bei Julia Schütrumpf und Florian Bauer, die beide autodidaktisch veranlagt sind und es genossen, sich die Lernzeit eigenständig einteilen zu können. Dass Ablenkungen von außen im Zeitraum von drei Wochen komplett wegfielen, kam insbesondere Bauer entgegen. Denn der 18-jährige Huglfinger ist in seinem Ort vielseitig engagiert – sowohl im Fußballverein als auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Da das soziale Leben plötzlich stark eingeschränkt war, konnte ich mich voll und ganz auf den Lernstoff fokussieren“, berichtet er.

Lockdown von Vorteil

Schütrumpf (18) empfand die ungewohnten Umstände als ebenso positiv. Wie die Murnauerin betont, habe ihr diese Phase jedoch auch ein Höchstmaß an Selbstdisziplin abverlangt. „Ich habe mich dazu motiviert, die Zeit intensiv zu nutzen. Manche Mitschüler hatten da Schwierigkeiten.“ Rückwirkend glaubt Schütrumpf, dass sie ohne den Lockdown nicht so effektiv hätte lernen können. „Das war in dem Fall wirklich von Vorteil. Zumal die Abiturprüfungen entgegen mancher Vorurteile genauso anspruchsvoll waren wie die Jahre zuvor“, versichert die Murnauerin. Die Resultate der beiden sprechen jedenfalls für sich. Dennoch haben die Absolventen nicht mit solch überragenden Ergebnissen gerechnet. „Wir waren positiv überrascht“, sagen sie einstimmig.

Ziel: besser sein als der Vater

Die beiden Top-Absolventen teilen noch eine Gemeinsamkeit: Sie hatten unabhängig voneinander dieselbe Antriebskraft. „Ich bin mit dem Ziel ins Abi gestartet, besser als mein Vater zu sein, der einen Schnitt von 1,5 hatte“, erzählt Bauer. Hingegen wollte Schütrumpf ihre Schwester übertreffen, die einst mit demselben Durchschnitt wie Bauers Vater von der Schule gegangen war. „Das ist uns jedenfalls gelungen“, lacht Schütrumpf.

Alle Türen offen

Eines ist klar: Mit diesen Bestnoten stehen den Einser-Absolventen beruflich alle Türen offen. Schütrumpf will ihre Chance nutzen, indem sie nach Kiel zieht, um dort im Wintersemester ein Medizinstudium zu beginnen. „Damit erfüllt sich mein Kindheitstraum. In welche konkrete Richtung ich mich danach orientieren will, weiß ich noch nicht.“

Bauer will Mathe studieren 

Auch Bauer hat schon Pläne geschmiedet: Er will Mathematik studieren. Wann und wo, das hängt vom Verlauf seiner Knie-Operation im September ab.

Wehmut schwingt mit

Obschon ihre Perspektiven aussichtsreich sind, schwingt bei dem Gedanken an die Verabschiedung am Freitag, 17. Juli, auch Wehmut mit: Die ehemaligen Schüler verbinden positive Erinnerungen mit dem Gymnasium. Beide waren stets engagiert und gaben Nachhilfeunterricht. Schütrumpf war zudem als Schülersprecherin aktiv und beteiligte sich in der SMV, war Teil der Big Band und des Orchesters. Bauer unterstützte ein schulinternes Sozialprojekt für Patenkinder in armen Ländern, war Teil des Oberstufenchors und wirkte während seiner gesamten Schullaufbahn beim Theater mit.

Constanze Wilz

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